Wieder Thema einfahren

Hier könnt ihr alles los werden was euch schon immer bedrückte.
Also nur zu....

Moderator: gcniva

Re: Wieder Thema einfahren

Beitragvon fiorino » 10. August 2018, 18:41

michaniva hat geschrieben:Der Nivamotor ist ja nun ein uraltes Teil und hat auch noch Einfahröle drin,da sollte man sich schon an die Anleitung halten,ich hab es bei 3 neuen Niva jedenfalls gemacht. Beim Kalina von 2016 steht auch noch drin, die ersten 2000km nicht über 3500U/min und nicht schneller als 110 km/h und kein Anhängerbetrieb. Beim aktuellen MAN TGX steht auch drin das man ihn die ersten 2-3000km nur mit 2/3 Last betreiben soll und auch da hab ich mich dran gehalten,einmal weil ich lesen kann und weil mittlerweile jede Sekunde des Motorlebens nachvollzogen werden kann.

Zu Motoren vom Band auf den Prüfstand hab ich diese Videos gefunden,
https://www.youtube.com/watch?time_cont ... QNnpQ5JzxE
https://www.youtube.com/watch?time_cont ... cY_2vF9O8w

bei den 1,8er für Vesta und Xray scheint jeder Motor auf den Prüstand zu kommen, man kann es nicht genau erkennen,aber bei ca. 3600U/min scheint Schluß zu sein.

Grüße Micha


Sehr schön anzuschauen... nagelneue "unberührte" Fertigungsanlagen, Werkzeuge und Vorrichtungen. Nach dem ersten Jahr "auf Stückzahl" produzieren sieht das alles leider nicht mehr so schön aus _..,
LG
Flo

4x4 "M" Baujahr 2015. Grauimport in grün als Alltagsauto. Meiner seit km 000023

Wenn es einen Himmel gibt, dann trägt man dort Latzhosen und hat Öl verschmiertes Haar. Falls nicht, ist es nicht der Himmel.

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Re: Wieder Thema einfahren

Beitragvon Milana » 10. August 2018, 19:46

Da ich das Thema einfahren sehr interessant finde, schalte ich mich als Neuling einfach mal ein. Vorstellung folgt in Kürze.

Einen Motor richtig einzufahren ist meiner Meinung nach gar nicht mal so leicht. Und mit der Standardphrase wie "nur bis 3000 U/min drehen" definitiv nicht erledigt.

Bei modernen Motoren sind meines Wissens nach die Passungen in Lagern so präzise gefertigt, dass es beim Einfahren nur nebensächlich um diese Bauteile geht.
Bei einem Veteran wie dem Niva-Motor wird das sicher anders sein. Daher auch Einfahröle - nach Dinosaurier-Art .,.
Soweit ich weiß, geht es bei modernen Motoren darum, horizontale Vertiefungen in die Zylinderlaufbahn einzuarbeiten. Diese sind weder sichtbar noch wirklich messbar, halten aber den Ölfilm (ja ich kenne auch den Kreuzschliff).
Diese entstehen durch die horizontalen Vibrationen des Kolbens während der Auf- und Abbewegung. Diese ändern sich mit der Änderung der Motordrehzahl in Stärke und Position.

Daher auch die Anweisung von der älteren Generation (70 +) "Nie längere Zeit die selbe Geschwindigkeit fahren (Autobahn ist daher tabu), die Leistungsabforderung mit fortschreitender Einfahrzeit stetig steigern bis hin zur Normalnutzung, fahre kurvige Landstraßen, bei denen viel beschleunigt und gebremst werden muss".

Bei meinen Neufahrzeugen / neu gemachten Motoren (Motorrädern) habe ich dies beherzigt. Alle gingen sehr ordentlich.

Wo ich dieses gefährliche Halbwissen her habe kann ich nicht mehr sagen. Finde aber, es macht Sinn.

Übrigens, da sich dieses Forum deutlich von den seltsamen anderen Kfz-Foren im www unterscheidet, solltet ihr euch jetzt wieder lieb haben. .v.
Grüße Gerd

... weil moderne Fahrzeuge einfach nur Verarsche sind. pl,,

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Re: Wieder Thema einfahren

Beitragvon michaniva » 10. August 2018, 20:11

DeutzDavid hat geschrieben:
Und keine Elektronik überwacht dein Fahrverhalten, kannst auch mal während der Pause zum Bäcker fahren, ohne das der Fahrtenschreiber alles aufnimmt


Schön wär es, unsere Fahrzeuge haben Satellitengestützte Überwachung die ihre Daten direkt über den CAN-Bus bekommt,es wird alles aufgezeichnet, jede Bewegung,Drehzahl, Bremspedal und Gaspedalstellung in %, Dieselverbrauch auf DREI Stellen nach dem Komma genau, Licht an oder aus,usw,eben alles.

Als ein Kollege zur ersten Durchsicht nach 5000km beim Händler war, wurde er nach dem Auslesen der Daten gefragt, warum er so hohe Drehzahlen fährt und warum er den Automatikmodus vom Getriebe nicht nutzt.

Die Überwachung ist allgegenwärtig !

Trotzdem können wir tun und lassen wie wir es für richtig halten,solange wir unsere Arbeit machen. Einige "Kollegen" ziehen natürlich einen ganz schönen Zappen. pl,,

Grüße Micha
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