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echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 17. Mai 2019, 17:16
von Nivacool
Hallo zusammen,

Bin ja noch recht neu hier, deshalb auch gleich mal meine Frage:
Ist der Niva neu oder über die Jahre echt so schrauberintensiv, sprich reparaturanfällig?

Bin absoluter Anfänger, bei meinen bisherigen Auto immer in die Fachwerkstatt.

Gruss vom eventuellenm Nivabesitzer als Drittauto. (,..

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 17. Mai 2019, 17:21
von christian@lada-ig.de
Nivacool hat geschrieben:Ist der Niva neu oder über die Jahre echt so schrauberintensiv, sprich reparaturanfällig?

Als Neuwagen ist er neu...d.h. es ist normal nichts zu tun, außer Personalisierungen und Verbesserungen
Mit den Jahre ist was zu tun.
Viele Nivafahrer machen das gerne selbst.

Deswegen der Austausch hier.

Wenn man einen Opel Astra 10 Jahre so benutzt wie einen Niva, dann brauchst Du an dem Astra nicht mehr schrauben :idea:

Wenn man einen Niva 10 Jahre so benutzt wie einen Astra, dann brauchst Du an einem Niva nicht mehr zu schrauben als an einem Astra.

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 17. Mai 2019, 17:24
von Nivacool
So. Und genau das nenne ich mal eine passende und für Laien ordentliche Info. Danke!

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 07:33
von Markus K
Was möglicherweise auch von Vorteil ist - am Niva kann man noch schrauben. Die Elektronik scheint mir überschaubar und die Schwächen sind bekannt. Hauptaugenmerk ist nach wie vor die Rostanfälligkeit. Ein mögliches Problem ist das dünne Händlernetz. Es ist schon gut, wenn man nicht all zu weit von einem Niva Experten weg wohnt. Nicht jeder normale Autoschlosser kennt die Geheimnisse des Niva.
Viele Erfolg bei der Suche nach einem geeigneten Wagen, evtl. kannst Du ja jemanden mitnehmen, der das richtige Auge dafür hat.

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 08:18
von wikinger
christian@lada-ig.de hat geschrieben:.....Wenn man einen Opel Astra 10 Jahre so benutzt wie einen Niva, dann brauchst Du an dem Astra nicht mehr schrauben :idea:

Wenn man einen Niva 10 Jahre so benutzt wie einen Astra, dann brauchst Du an einem Niva nicht mehr zu schrauben als an einem Astra......


Diese Aussage gehört eigentlich mal ins "LadaWiki"!!!!

Perfekt! Danke Christian!

Gruß

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 20:09
von Beddong
Markus K hat geschrieben:Es ist schon gut, wenn man nicht all zu weit von einem Niva Experten weg wohnt. Nicht jeder normale Autoschlosser kennt die Geheimnisse des Niva.

Oder man wächst mit der Aufgabe und macht so manches einfach selber. Das geht nicht nur beim Niva!

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 21:20
von Benzfahrer
Ein bisschen handwerkliches Geschick kann nicht schaden. Aber bei einem neu gekauften Niva muß man sicher nicht ständig unterm Auto liegen. Ich fasse mal zusammen, was ich in den vergangenen 3 Jahren machen musste / wollte:

- Mechanischen Steuerkettenspanner nachgerüstet wegen Kettenrasseln beim Start.
- Zwei Mal herausgerutsches Stabi-Gummi an der Vorderachse wieder montiert
- Radioelektrik umgebaut auf geschaltetes Plus
- Keilriemen nachgespannt
- Umrüstung auf Hella-Scheinwerfer
- Original-Lautsprecher durch bessere ersetzt

Dann noch ein paar Ölwechsel und Wartungsarbeiten. Ich finde, das ist für 3 Jahre ne einwandfreie Bilanz wenn´s auch nur 10 tkm waren. Deutsche "Premium"-Fabrikate sind da nicht immer besser. Man muß sich halt beim Niva ein bisschen mit der Materie beschäftigen und vielleicht auch mal selber Fehler suchen statt gleich in die Werkstatt rennen. Das ist dann der Unterschied zu "modernen" Autos

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 22:23
von fiorino
Beddong hat geschrieben:Oder man wächst mit der Aufgabe und macht so manches einfach selber. Das geht nicht nur beim Niva!


So und nicht anders gehts im Leben!

Zu meiner Zeit als Stift in der Werkstatt hat mal ein mäßig ergrauter Meister vor vielen Jahren zu mir gesagt "Lernste was kannste was, verstehste nix kannste nix" - das ist zwar recht platt, wenn man aber etwas drüber nachdenkt liegt da seeehr viel Substanz dahinter.

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 23:31
von BabuschkasEnkel
Wie schrauberintensiv der Niva/4x4 ist hängt natürlich auch vom Fahrprofil ab...

Wenn ich lese, dass der Benzfahrer in 3 Jahren gerade zarte 10 tkm gespult hat, die hatte die Babuschka nach 4 Monaten weg!

Bislang gemacht:
Heizungshahn (nicht weil er undicht war, sondern aus Komfortgründen, aus eigener Dummheit musste ich ihn jetzt ein 2. Mal tauschen)
Kettenspanner (Vorsorgemaßnahme)
starrer Lüfter (wegen Anhängerbetrieb im Stop&Go-Verkehr)
Die rechte Vorderbremse zickt ein wenig, ein Kolben hängt, muss ich mal richtig machen, bisher nur hingejackelt noch ohne Bremsenfett...

Ansonsten nur normale Wartungsarbeiten, sprich Ölwechsel und im dran vorbeigehen mal ein paar Schrauben nachgefasst: Motor Stirndeckel, Motorölwanne und Getriebe, unterer Blechdeckel.
Am aufwändigsten war der starre Lüfter, wobei der Kühler auch fix raus ist. Heizungshahn ist etwas fummelig, jetzt beim 2. habe ich die Schläuche vom Motor schon drangelassen k..

Fahrprofil? 90%Straße 10% Feldwege also nichts ernstes! Anhänger gab es bisher auch nichts schwerer als 900kg (reales Gesamtgewicht).
Und wenn mal was kaputtgeht ist es wenigstens nicht so teuer! (Wie z.B. Xenonscheinwerfer, die doch gar nicht sooo lange halten...)

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 05:40
von peregrino
Wenn man investiere möchte dann sollte man in Verbesserungen die Sinn machen,Wartung Rostvorsorge sowieso, investieren. Wenn die Möglichkeiten bestehen selber zu schrauben in vernünftiges. Werkzeug...!Die Kosten meine Takraft Hebebühne haben sich nach ½ Jahren schon fast amortisiert!
Die beste Investition die auch nichts kostet ist dieses Forum! üiiii

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 10:36
von Nivacool
Danke für eure Meinungen, sauge alles auf... omm

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 11:50
von drechsler
Also, selbst auf die Gefahr hin, jetzt eins auf den Deckel zu bekommen. Aber ich sehe es etwas anders.

Ich habe mal einen Spruch gehört: Lada? Nie ganz ganz und nie ganz kaputt. Und wenn mich jemand nach einem Lada Niva fragt der keine Lust und keine Kenntnisse vom Schrauben hat (und keine Freunde hat, die das können) kann ich eigentlich nur abraten.

An meinem "alten" Niva habe ich, teileweise mit Hilfe von Freunden, jede Menge repariert bzw. ausgetauscht. Von fast allen Sensoren (1-3x) über ganz viele vordere Bremsbeläge, Bremsättel (2x in entsprechendem Abstand, weil die Kolben hingen), Kupplungsgeber- und Nehmerzylinder, 2x Getriebe, zwischendrin 2xKupplung, mehrmals den Auspuff, Kettenberuhiger, Ölrampe, Radlager, Kombiinstrument, Scheinwerfer-Höhenverstellung, diverse LiMa bzw. Regler und Diodenplatte, 2 Zündschlösser, Anlasser etc. Ich will hier nicht verschweigen, dass der Lada dann über 300Tsd.km gefahren ist und da natürlich auch Verschleißteile dabei sind. Aber auch die Ersatzteile entsprechen oft nicht dem, was hier eigentlich üblich ist. Dafür kosten sie aber auch nicht viel.

Grundvoraussetzung für ein langes Niva Leben ist Fett. Viel Fett.

Warum ich trotzdem jetzt schon den 2. Niva fahre: Mit Hilfe kann ich eigentlich alles selbst dran reparieren und die Ersatzteile sind super günstig. Und den ganzen Schnickschnack wie Teppiche, Dämmung (wird eh nur nass) brauche ich nicht und will ich auch gar nicht haben. Und irgenwie läuft er ja doch immer.

Ich fahre ja auch ein Chinesisches Motorrad. Da ist es genau so.

Viele Grüße
Michael

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 13:00
von Maikel
Ich will hier nicht verschweigen, dass der Lada dann über 300Tsd.km gefahren ist


Nur damit keine Missverständnisse
hier aufkommen !

Richtig muss es heissen:

dass Du dann mit dem Lada über 300Tsd.km gefahren bist.


Besagten Lada Niva habe ich ja mit über 300.000km übernommen.

Dank der ihm zugekommenen
Wartungsarbeiten durch Dich Kollege Drechsler, als der Besuch einer damaligen Fettparty beim
Christian, lassen den 2007er
Niva besser dastehen/laufen
wie so manchen bedeutend jüngeren Artgenossen.

Unter Beibehaltung der vom Vor- Besitzer bewährtem Wartungsarbeiten wird er “es“ (das Niva grinsen) auch in Zukunft noch
lange auslösen können.

(Hoffe ich zumindest)




Eines sei gesagt:
Viel gutes Fett, wie gute Wartung
sind das A und O beim Niva.

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 15:57
von DeutzDavid
Je älter, desto reparaturanfälliger und desto mehr Arbeit. Wenn du viel Gelände fährst ist die Abnutzung teilweise 3x so hoch. 50.000km nur auf Waldwegen und kaum Straße lassen das Fahrwerk viel mehr altern, meinste dann das hat über 100.000km gelaufen. Hatte nach 45.000km alle Längsstangen, alle Stoßdämpfer und alle Gummilager erneuert, weil ich fast nur im Wald oder auf Feldwegen rumfahre (dafür war er ja gebaut, nicht um in der Stadt am Parkstreifen zu stehen :mrgreen: )

Am besten holt man sich alle 5 Jahre einen Neuen, dann hat man so gut wie nie Probleme :mrgreen:


Und wenn mich jemand nach einem Lada Niva fragt der keine Lust und keine Kenntnisse vom Schrauben hat (und keine Freunde hat, die das können) kann ich eigentlich nur abraten.



Das sehe ich auch so. Da ist dann ein Jimny viel besser, den kennt auch fast jede Werkstatt am Land.

Re: echt so schrauberintensiv?

BeitragVerfasst: 19. Mai 2019, 21:18
von BabuschkasEnkel
DeutzDavid hat geschrieben:
Das sehe ich auch so. Da ist dann ein Jimny viel besser, den kennt auch fast jede Werkstatt am Land.

Und deshalb können sie ihn auch?
Ich kenne einen Golf IV, der immer Checkheft gepflegt wurde und nur Ärger gemacht hat. Als die Eigentümerin das Fahrzeug aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste, kam es an einen Selberschrauber (gut, gelernter Kfzler). Seitdem gibt es mit diesem Vehikel keine Probleme mehr...
Mit meinem T4 war es ähnlich, als er noch in die Werkstatt kam, wurde der Grundstein für den Zustand gelegt, mit dem ich jetzt zu kämpfen habe.
Bei meinem T4 wurde nur der exakte Rechnungsbetrag bezahlt.
Bei dem Golf IV war auch immer reichlich Trinkgeld im Spiel und die 3 Autos davor waren vom selben Händler.
Beide Autos waren in 2 verschiedenen VW-Werkstätten - beide haben sie keine gute Arbeit geleistet!

Ich denke mit dem Jimny geht es Dir am Ende ähnlich, nur das das Fahrzeug, das dann unbrauchbar ist einen viel höheren Anschaffungspreis hatte.


Schrauben kann man lernen und beim Niva muss man es! Bei einem anderen Fahrzeug nützt einem das wenig, da zu viel Elektronik im Weg steht.
Wichtiger noch als das schrauben können, ist es genau hinzusehen, hinzuhören und zu fühlen, so ein Niva/4x4 gibt sehr viel Rückmeldungen - man muss sie nur zu deuten wissen!