Reparatur,Werkzeug und Ersatzteile

Was mit strom zu tun hat

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Reparatur,Werkzeug und Ersatzteile

Beitragvon peregrino » 2. April 2018, 10:02

Nun habe ich so die Grundausstattung an Werkzeug und Ersatzteilen beisammen oder weiß wo ich sie bekomme.
Böhmische Dörfer sind für mich noch die Elektrik und würde euch bitten mir Hinweise zu geben was ich so an Kabelkram Stromdieben,etc. (Querschnitt,Länge, Adern) zur schnellen Reparatur mir zulegen sollte. :?: Multimeter,Prüflampe habe ich.
Danke!
Zuletzt geändert von peregrino am 4. April 2018, 16:44, insgesamt 2-mal geändert.
Bis dahin Olaf
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Re: Reperatur

Beitragvon Arnd-MB » 2. April 2018, 10:15

Selbst für die schnelle Reparatur würde ich einen vernünftigen Lötkolben, Zinn und Fließmittel und Schrumpfschlauch empfehlen! Stromdiebe und Lüsterklemmen sind was für Amateure (Sorry dafür!) und haben in unseren Wackelkisten nichts verloren!

Ein gesundes Kabelsortiment als "Meterware" sei dir auch empfohlen. Kabelquerschnitte 1,0 1,5 und 2,5 als Grundausstattung sollten reichen! Dazu besorg dir Ersatzkabel für die Lima und einen wirklich dicken Querschnitt als Massekabel für alle Fälle. Schrumpfschlauch in den passenden Querschnitten brauchst du auch!

Mehr solltest du erstmal nicht brauchen!

Ach ja, einwenig einarbeiten in die Materie Autoelektrik solltest du dich natürlich auch!

Aber keine Angst, solange du die Finger von der Zündanlage lässt und vorher die Batterie abklemmst, wirst du es überleben :mrgreen:
Ich hoffe die Steuergeräte auch omm


Gruß Arnd
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Re: Reperatur

Beitragvon easyrider110 » 2. April 2018, 13:43

Auch wenn ich selber gerne löte, sehe ich das nicht so eng. Und Löten mit separatem Flussmittel ist auch seit langem out. Und auch nicht auf die Idee mit Lötfett Lötwasser und sonstwas kommen ioi.

Lüsterklemmen gehen gar nicht, selbst in der Hauselektrik nicht mehr. Stromdiebe funktionieren typbedingt, ist nur wichtig dass man die für die richtige Größe hat. Nein, die blauen sind nicht für alle Querschnitte, da gibt es auch rote (bis 1,5^2), blaue (bis 2,5^2) und gelbe (bis 6?) Und im Spritzwasserbereich haben die auch nichts verloren.
Was pfuschig aussieht aber super funktioniert, sind die Klemmen Wago 221. Federbelastet, klemmt alle normalen Größen und Typen von Kabeln.

Für Crimpkabelschuhe ne gute Zange, damit das auch hält und nicht nach zwei Jahren auseinander fällt.

Beim Löten drauf achten, dass man am Übergang gelötet / ungelötet eine Sollbruchstelle einbaut, wo das Kabel sich gerne abvibriert.

Wie man es nun schlussendlich macht hängt vom persönlichen Stil ab. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, unisolierte Messingkabelschuhe zu nehmen, die mit einer normalen Zange zu vercrimpen, dann zu verlöten und dann mit einem recht langen Stück Schrumpfschlauch die Lötstelle zu schützen. Quick and Dirty Reparaturen mache ich mit Wagos.

Als Grundausstattung für den Elektrikbastler würde ich sehen:
- Lötkolben (Gasbetrieben ist ne super Sache! Ersa Independent zB)
- Normales Elektroniklötzinn 1mm
- Kleines Sortiment Kabelschuhe
- Crimpzange
- Abisolierzange (Knipex 12 62 180 zB. Wichtig für Wagoklemmen und dergleichen, penibel auf Abisolierlänge achten!)
- paar Wago Klemmen omm
- Stromdiebe in allen Größen
- paar Meter Kabel 0,75mm^2, 1,5mm^2, 2,5mm^2 und 6mm^2. Mit 6mm^2 kann man zur Not auch mal die LiMa anklemmen. Zwei Meter 16^2 mit ein paar M6 Ringösen liegen zu haben ist auch nicht verkehrt
- Sicherungen ! .v.
- Schrumpfschlauch Sortiment, Farben sind zweitrangig, 3:1 Schrumpfverhältnis ist cool und spart Nerven
- Heißklebe k..

Für die Begeisterten von alten Techniken und Motorradbastlern sei das Buch "Der Kupferwurm" von Hertweck empfohlen. Ist halt aus den 50igern, also teils überholt, aber keineswegs fachlich falsch und sehr unterhaltend uuuu
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Re: Reperatur

Beitragvon Beddong » 2. April 2018, 14:59

Warm kein Lötfett?
Liebe Grüße
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Re: Reperatur

Beitragvon Olitschka » 2. April 2018, 16:10

Weil das Flussmittel schon im Lötzinn enthalten ist heutzutage, da braucht man kein Lötfett mehr.
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Re: Reperatur

Beitragvon christian@lada-ig.de » 2. April 2018, 16:14

Olitschka hat geschrieben:Weil das Flussmittel schon im Lötzinn enthalten ist heutzutage, da braucht man kein Lötfett mehr.

...aber ich riechs doch sooo gerne.... o--.
Gruß
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Re: Reperatur

Beitragvon Olitschka » 2. April 2018, 16:29

Ja stimmt, das hat immer schön geduftet .v.
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Re: Reperatur

Beitragvon Arnd-MB » 2. April 2018, 17:52

Verdammt, deshalb benutze ich es doch :mrgreen:

und darum braucht man es!

Gruß Arnd
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Re: Reperatur

Beitragvon radLADA » 2. April 2018, 19:35

easyrider110 hat geschrieben:
Für die Begeisterten von alten Techniken und Motorradbastlern sei das Buch "Der Kupferwurm" von Hertweck empfohlen. Ist halt aus den 50igern, also teils überholt, aber keineswegs fachlich falsch und sehr unterhaltend uuuu


Das fehlt noch in der Sammlung... "Besser Machen" hab ich bereits. Hertwecks Schreibe ist klasse!
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Re: Reperatur

Beitragvon easyrider110 » 2. April 2018, 19:41

Ich korrigiere mich, wenn man Lötfett gerne riecht kann man es benutzen, es ist halt nicht notwendig. Lötwasser hingegen ist korrosiv wirkend und sollte nicht verwendet werden k..
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Re: Reperatur

Beitragvon fiorino » 2. April 2018, 20:29

Mit Stormdieben und Lüsterklemmen seit Ihr zum Glück schon durch...

Kabel diverse Querschnitte haben wir auch, ein Sortiment an Schrupfschläuchen ist gut, ein guter Lötkolben macht auch Sinn (vielleicht einer mit Gasbetrieb - dann kann man immer und überall löten), Zangen zum Crimpen kommen mit den Kontakten die gecrimpt werden wollen, Sicherungen fehlen vielleicht noch.... in allen nötigen Ausführungen und Stärken - davon kann man nie genug haben, und natürlich ein annehmbares Multimeter sowie Schaltpläne zum Auto + Kenntnisse diese zu lesen.

Aber vom Prinzip her brauchst Du selbst bei geringfügig umfangreicheren Arbeiten wie etwa Anbau von Zusatzleuchten elektrisch nicht unbedingt mehr eine kleine "Grundausstattung" , den Rest besorgst Du dann "projektbezogen" je nach Erfordernis. Der Rest ergibt sich dann mit der Zeit und Deinem persönlichen Anspruch bzw. der Liebe für Werkzeug ,,..
LG
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Re: Reperatur

Beitragvon Olitschka » 2. April 2018, 21:13

fiorino hat geschrieben: den Rest besorgst Du dann "projektbezogen" je nach Erfordernis. Der Rest ergibt sich dann mit der Zeit und Deinem persönlichen Anspruch bzw. der Liebe für Werkzeug ,,..

So mache ich es auch immer.
Hab zwar von meinem Beruf her schon einiges an Zangen usw. für Elektrik, aber auch nicht alles.
Nun brauchte ich letztens eine Crimpzange für die Kontakte der isolierten KFZ Stecker... Zack hatte ich wieder ein Werkzeug mehr uuuu
Die offenen Stecker im Niva Motorraum habe ich für nicht gut befunden :D
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Re: Reperatur

Beitragvon Offroad-Hofi » 2. April 2018, 21:19

Den Lötkolben könnt ihr -eigentlich- auch so wie die Stromdiebe von der Liste streichen.

Kabelverbindungen in der Fahrzeugelektronik werden gecrimpt, dafür gibt es extra Crimphülsen.
Der Grund dafür ist, dass Lötstellen bzw. deren Enden immer Sollbruchstellen sind und (z.B. durch Vibrationen) brechen können.

Klar können auch gelötete Teile auch lange halten, sind aber dennoch immer eine größere Schwachstelle als eine Crimpverbindung, deshalb ist crimpen Stand der Technik.
In manchen Situationen kommt man als Bastler aber wahrscheinlich nicht ums löten drumherum.

Ein Gaslötkolben ist an sich ne feine Sache, man muss nur bei beengten Verhältnissen auspassen, dass man sich mit dem "Abgasloch" nix verkokelt.
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Re: Reperatur

Beitragvon Arnd-MB » 2. April 2018, 21:27

easyrider110 hat geschrieben:Ich korrigiere mich, wenn man Lötfett gerne riecht kann man es benutzen, es ist halt nicht notwendig. Lötwasser hingegen ist korrosiv wirkend und sollte nicht verwendet werden k..



Geht doch :mrgreen:

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Re: Reperatur

Beitragvon Olitschka » 2. April 2018, 21:29

Um Kabel zu verlängern oder zu reparieren sind solche Schrumpf Quetschverbinder ideal, da sie Wasserdicht sind https://www.amazon.de/Stossverbinder-Schrumpfverbinder-Quetschverbinder-Crimpverbinder-Schrumpfschlauch/dp/B00DHD2SDE
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