Dakar-MaD´s SPI

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Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon MaD » 19. Juli 2012, 20:18

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Herzlich Willkommen in meinem neuen Thread.

Da in diesem Jahr der Sommer im schönsten Bundesland der Welt so regnerisch und Nass ist, konnte ich die notwendigen Arbeiten nur mit tagelangen Pausen durchführen.
Aber warum musste ich mir auch den Arbeitsplatz im freien einrichten pl,,

Ich möchte euch dennoch nicht vorenthalten was sich seit Kauf meines SPI am Fahrzeug getan hat, oder besser gesagt was ich bisher an meinem neuen Auto aufgrund des Wetters machen konnte.

Die Scheinwerfer haben zwar bis zum Schluss wunderbar geleuchtet, dennoch - ich werde sie Ersetzen. Die Leuchtweitenregulierung funktioniert auch nicht mehr.

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Die Lampenabdeckungen im Inneren der Radkästen sind auch nicht mehr die besten...
...und ein ziemlich gutes Beispiel warum Radhaussschalen Sinn machen.

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Die Durchrostungen in den hinteren Radhäusern ist auf beiden Seiten gleichermaßen "Stark" vorhanden und waren schon beim Kauf von außen gut Sichtbar. Somit wusste ich auch auf was für eine "neue" Baustelle ich mich da einlasse. Naja es gibt wohl keinen besseren Grund sich endlich ein eigenes Schutzgasschweißgerät zu Kaufen und was man nicht kann muss man eben ausprobieren.
Es ist mir auch ein Rätsel warum ich bei noch keinem Auto vorher den Drang verspürt habe die Karosserie selbst zu Schweißen.


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Die Durchrostungen waren zum Glück nur im Dünnblech. Die Verstärkung der Federaufnahme ist nicht einmal "Angerostet" oder wie man dazu sagt...

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Was jetzt noch auf meiner Einkaufsliste steht ist ein Schweißpunkt-Bohrer. Ich habe das Äußere Blech mit einem (scharf) angeschliffenen Meißel abgetrennt. Geht zwar- ist aber "für öfters" zu Mühselig.

So, Wunde gereinigt und ausgeschnitten

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mit einem großen Stück Papier kann man sich wunderbar eine Schablone Bauen. Man braucht dafür nicht mal einen Stift. Die dreckigen Finger sind völlig ausreichend...

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Übertragung der Schablone auf das Blech eurer Wahl - in diesem Fall habe ich mich für 2mm dünnblech in "schwarz", also rostend - entschieden...
...soll ja wieder zum Rest passen k..

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so sieht das denn aus wenn es Ausgeschnitten ist. Geht gut mit einem kleinen Winkelschleifer und 1mm Scheibe.

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Dann kam etwas für mich sehr Spannendes.

Wir haben jemandem im Freundeskreis, der sein Geld mit der Wartung von Windkraftanlagen verdient. Für seinen Job benötigt er ein High-Tech Endoskop im Gegenwert von (in meinem Fall) knapp 20 dunkelgrünen, 13 Jahre alten SPI- Niva´s und mit dem haben wir uns mal die Hohlräume angesehen. Kann ich nur jedem empfehlen.
Das Endoskop hat einen Durchmesser von nicht einmal 3mm und damit kommt man wirklich in jede Ecke. Aktuell habe ich die Hohlraumaufnahmen meines Autos nur als Film und da meine Internetverbindung nur "56K-Modem" Qualität hat fällt ein Upload hier leider aus. Wenn das Auto wieder in der Waagerechten steht wollen wir da nochmal beigehen und dann machen wir auch Vergleichs-Aufnahmen vom 20 Jahre älteren 1600er.
Das werde ich dann in einem neuen Thread als Bilder Posten.

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und wo schon mal die gesamte Verkleidung und Einbauten raus waren hab ich mich auch gleich von den ollen Bitumen matten getrennt.

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Das äußere 2mm starke Blech ist schon Eingeschweißt, doch dummerweise habe ich davon keine Bilder gemacht. Erst wieder als schon Nahtabdichtung und nitrofest drauf war.

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Die inneren Bleche habe ich dann aus 1mm starkem Blech gefertigt und auch Punkt für Punkt im Pilgerschritt verschweißt.

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irgendwann ergeben viele Schweißpunkte auch eine Naht... und was vieleicht noch zu erwähnen wäre... Wenn sich jemand, möglicherweise ermutigt durch diesen Beitrag, entscheiden sollte auch mal selbst zu Schweißen - kauft euch gleich einen Automatik Helm. Dann habt ihr immer eine Hand frei.

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So beide Bleche sind eingeschweißt und mit nitrofest "beschichtet". Geiles Zeug. Da kommt dann noch Nahtabdichtung drauf und wird nochmal übergepinselt. Als Nahtabdichtung habe ich mich für ein MS-Polymer entschieden, da ich hoffe das das Zeug langzeit-Resistent gegen FluidFilm liquid A ist.
Da ich Äußere und Innere Bleche aus "schwarzem" Blech angefertigt habe sind die Bleche auf der jeweilig innenliegenden Seite der Korrosion ausgesetzt. Hierfür,-oder gegen werde ich in die Verstärkung der Federaufnahme zwei 4mm Löcher Bohren um den durch den Sandwichbau entstandenen Zwischenraum mit Fluidfilm "fluten" zu können.
Das muss dann zwar immer wieder gemacht werden aber daran gewöhnt man sich auch...

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Da der Niva ja aber auch schon 13 Jahr alt ist gibt es natürlich noch mehr Rost. z.B. Kotflügel vorne links.
Hier wieder mit der Flex und millimeterscheibe die "faule" Stelle raus getrennt und mithilfe der dreckigen finger eine Schablone angefertigt und Blech ausgeschnitten.

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Die Stelle mit dem runden Loch wurde später raus getrennt nachdem die Kontur des Kotflügels wiederhergestellt war.
Am Kotflügel habe ich die Bleche ohne Überlappung "stumpf" Eingeschweißt.

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und zu guter Letzt alles ziemlich "lieblos" mit dem Pinsel in Wagenfarbe gestrichen. So passt das am besten zum Image des unverwüstlichen Geländewagens. (Außerdem hab ich keine Lackierpistole) - Gar nicht mal schlecht für selbstgemacht. ...hier fehlt allerdings der Smiley, der sich selbst auf die Schulter klopft.

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Aber was wäre ein gebrauchter Niva ohne Durchrostung am hinteren Radlauf?

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Also gleiches Spiel. Schadstelle rausgeschnitten dann wieder der dreckige Finger... Schablone, Blech - ihr kennt das schon...
Diesmal allerdings mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Das Blech musste der Kontur folgen und zu diesem Zweck habe ich das Blechstück am Rand fächerförmig eingeschnitten und dann verschweißt.

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Die Schweißnähte und blanken Bleche habe ich allesamt mit einem Haftprimer lackiert mit Nahtabdichtung abgedichtet und mit nitrofest über-"gepinselt". die letzte Schicht wird dann wieder Wagenfarbe werden.

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Auch diese Kontur habe ich annähernd wieder so hinbekommen wie sie vorher mal ausgesehen hat.

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Zu guter Letzt haben Niva´s ja gerne mal Rost am Schweller. Warum sollte es also bei diesem hier anders sein. Bei diesem Loch habe ich darauf verzichtet mit der Flex ein eckiges Stück rauszuschneiden und nur mit einem HSS Fräser das rostige Blech entfernt. Das Gegenstück musste dann dementsprechend der geschwungenen Kontur angepasst werden und wurde auch nur "stumpf" eingeschweißt.

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damit an dieser Stelle kein Wasser mehr im Schweller stehen kann habe ich gleich eine neue Ablauföffnung geschaffen. Das Motto hierzu: Aus der Not ne´Tugend machen...

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sieht fast Original aus, so als wäre es schon immer so gewesen...
Auf der Fahrerseite muss ich jetzt nur noch den vom TÜV (vor zwei Jahren) bemängelt, durchgerosteten Querträger schweißen und dann kann ich zur Beifahrerseite wechseln. Da ist es zum Glück nur das Radhaus hinten. Für eine neue Plakette sollte es aber reichen. Sandern werde ich dann auch erst nach dem TÜV...

Soweit von meiner Seite für heute - sowie es weitergeht werde ich Berichten...
ich wünsche euch noch einen schönen Abend.



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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon christian@lada-ig.de » 19. Juli 2012, 20:35

Astrein...ab in´s Lada-Wiki damit!
Gruß
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon Tim64 » 19. Juli 2012, 20:42

Hallo,

das sieht echt gut aus für erste Schweißversuche - vor allem die Anfertigung der Reparaturbleche. Und auch die Rundungen der hinteren Radhausbleche, obwohl sie mit dem Trennschleifer gemacht sind. Ich hab das nicht so hingekriegt beim Opel GT. Ich hab ja fast nur Gebrauchtbleche aus anderen Autos verwendet, damals.

Allerdings hast du die Reparaturbleche für die hinteren Radhäuser wie es aussieht oben nur am Rand verschweißt?
Das bringt keine so gute Krafteinleitung in das Blech wie Lochpunktschweißen. Theoretisch hättest du diese Bleche um die Federaufnahme deshalb laut TÜV auch in der Fläche mit Lochpunktschweißungen versehen müssen. Aber halten wird das allemal so und wenn alles gestrichen ist, fragt da auch keiner mehr danach, wenn die Bleche stabil und ohne Rost sind. Evtl. weißt du das auch schon (weil unten hast du ja Lochpunktschweißungen) und hast es extra so gemacht aus irgendwelchen Gründen?

Aber sonst sieht das alles sehr sauber aus.

Das Gegenstück musste dann dementsprechend der geschwungenen Kontur angepasst werden

Womit hast du das denn gemacht bei dem Schweller-Blech? Sieht echt gut aus.

Viele Grüße,

Tim
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon Benerall » 19. Juli 2012, 20:46

Hallo,

danke für die wirklich ausführliche Beschreibung der Rostschäden und dem Weg wie man das behebt.

Welche Kamera verwendest du und was hat die gekostet?

Gruß Christopher
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon wLADAmir » 19. Juli 2012, 20:47

Sehr, sehr schön gemacht! Respekt für's Blech, meine Sympathie für's Lackieren mit dem Pinsel :mrgreen:

Gruß,

Tobias
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon eastdriver » 19. Juli 2012, 21:37

Dakar-MaD hat geschrieben:.
Herzlich Willkommen in meinem neuen Thread.

Das finde ich wirklich klasse. Herzlichen Glückwunsch!!! Nun hast Du noch einen weiteren Niva. uuuu Und dann auch wieder ein Baujahr (1999) von denen es in Deutschland nicht ganz so viele gibt. Du magst die Exoten, oder?

Auf jeden Fall klasse Arbeit!!!

Viele Grüsse
Ron
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon Mudman » 20. Juli 2012, 08:48

Schöne Dokumentation und tolle Arbeit!
Solche Berichte sind immer schön zu sehen/lesen.
Großes Lob! uuuu
Grüße...Christoph
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon MaD » 20. Juli 2012, 11:46

Vielen Dank für den positiven Zuspruch.

Ich möchte euch hier noch die Werkzeuge vorstellen die zum Einsatz gekommen sind.

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Für den Winkelschleifer, gemeinhin auch als Flex bezeichnet habe ich diverse Schleifaufsätze benutzt. Zum trennen von Blechen eignet sich hier am besten eine 1mm starke Trennscheibe. Wenn es darum geht den Rost zu entfernen nimmt man am besten Fächerschleifscheiben. Vorsicht! Diese können sehr viel Material abtragen und daher habe ich zum entfernen von "nur" Lack die gezopfte rundbürste genommen. Wie auf dem Bild zu erkennen, verfüge ich mittlerweile über einen kleinen Satz spezieller Karosserie Werkzeuge. Da sind zum einen Diverse Treib, -und Schlichthammer (oder Hämmer?) und zum anderen, verschieden geformte Fausteisen. Beim SPI kamen sie z.B. am vorderen Kotflügel zum Einsatz. Das dort eingeschweißte Blech wurde von mir erst angeheftet und dann mit dem Treibhammer und dem Passenden Fausteisen (leicht gewölbt) in Form gebracht. Mein Schweißgerät ist nix Dolles. Aber so für den Heimwerker absolut brauchbar. Die Schweißstromstärke lässt sich jedoch in verschiedenen Stufen regeln ebenso ist der Drahtvorschub stufenlos einstellbar und das Gerät verfügt über einen Timer. Mit diesem lässt sich der Strom,-und Gasfluss für das Punktschweißverfahren einregeln. Ich hab mir auch öfter die Finger verbrannt, da ich anstatt der oben gezeigten Gripzangen lieber die (dank Automatik-Helm) freie Hand zum halten des Werkstückes genommen habe. Das Millimeterblech lässt sich gerade noch so mit der Blechschere schneiden.

Tim64 hat geschrieben:Womit hast du das denn gemacht bei dem Schweller-Blech?

ich habe das stück Blech wie abgebildet auf die leicht geöffneten Spannbacken des Schraubstocks gelegt und dann mit dem Hammer und leichten Schlägen die Rundung herausgearbeitet. Zudem habe ich bei diesem Schlosserhammer die Spitze zu einer rundung geschliffen, damit das Blech nicht allzuviele "Macken" bekommt.

Bild

Auch wenn es auf keinem der Fotos deutlich wird, so sind die Radhausbleche im Lochpunkt-Schweißverfahren von Aussen auf die verstärkung der Federaufnahme geschweißt.

eastdriver hat geschrieben:Du magst die Exoten, oder?

...wie auch schon bei meinem 1600er - war ich mir nicht bewusst - das "besondere" unter den vielen gefunden zu haben :wink:

Benerall hat geschrieben:Welche Kamera verwendest du und was hat die gekostet?

Für meine Fotos benutze ich eine Canon EOS 400D, die habe ich vor drei Jahren gebraucht gekauft und hat damals so um die 400€ gekostet.

christian@lada-ig.de hat geschrieben:ab in´s Lada-Wiki damit!

Oha, :oops: aber der Beitrag ist ja noch gar nicht fertig. Es fehlt ja noch der Querträger auf der Fahrerseite. Aber dann Gerne! .,.

...soweit erstmal wieder...




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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon Tim64 » 20. Juli 2012, 12:07

Dakar-MaD hat geschrieben:Auch wenn es auf keinem der Fotos deutlich wird, so sind die Radhausbleche im Lochpunkt-Schweißverfahren von Aussen auf die verstärkung der Federaufnahme geschweißt.

Ok :-)

Mich beeindruckt, wie sauber du die Reparaturen direkt beim ersten Mal hingekriegt hast. Vor allem das passgenaue Anfertigen der Reparaturbleche mit Rundungen. Auch die meisten Leute, die das schon öfter gemacht haben, nehmen da in der Regel Bleche mit eckigen Umrissen und Formen auch die Wölbung nicht schön nach. Da wird ja meistens gespachtelt.
Der Teufel fährt Lada.

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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon christian@lada-ig.de » 20. Juli 2012, 16:03

Ich glaub hier kommen ein paar Dinge glücklich zusammen!

1. Erfahrung aus einem (anderen) Handwerk
2. Der Anwender kann lesen!
3. Der Anwender versteht was er liest...da er ja schon 1. hat!
4. Der Anwender liebt das, was er tut.
5. Der Anwender nimmt sich Zeit.

Perfekte Vorraussetzung um jeden Fachmann alt aussehen zu lassen k..

Weitermachen!
Gruß
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon MaD » 21. Juli 2012, 11:42

Tim64 hat geschrieben:...Da wird ja meistens gespachtelt.

mein persönlicher Anspruch an die Qualität der Arbeit (versuchter Perfektionismus) ist da einfach zu groß. Christian hat das ja auch schön und treffend zusammengefasst - und ja, ich habe mir tatsächlich ein altes Fachkenntnis Buch der Karosserie und Fahrzeugbauer von 1985 gekauft. Da wird noch richtiges Handwerk vermittelt. Die Blechbearbeitung nennt sich da "Spanlose Formgebung"...ein schönes Wort- wie ich finde.
Ich sehe gerne das Resultat meiner Arbeit und da ich mein Geld nicht mehr im Handwerk verdiene bin ich ja nur noch Heimwerker.


...aber ich war mal ein verdammt guter Handwerker k..
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon MaD » 24. Juli 2012, 18:50

...so denn mal weiter im Text.

nachdem es nun mal einen Tag lang trocken war, hab ich gleich mal mit dem Querträger vorne links angefangen. Die Durchrostung war der Dekra in Bocholt ja schon bekannt - doch was zwei weitere Jahre ohne Korrosionsschutz ausrichten können folgt nun:

Bild

Das Schweller-Blech hat ein faustgroßes Loch

Bild

Ich habe dann stück für Stück das Querträger-Blech weggeschnitten auf der Suche nach Blech auf dem eine Schweißnaht (länger als zwei Jahre) hält.

Bild

Dummerweise ist das beim Niva so ne´ Sache...
(Im Längsträger wird auch ein bisschen Flickarbeit notwendig - aber wer glaubt denn auch, dass das Längsträgerblech nur aus 1mm starkem Blech besteht.) pl..

Da alle Bleche übereinander gelegt, - und/oder gefaltet sind, ist die Wagenheber-Aufnahme (und der Querträger selbst) im weg.

...Also denn, - nix wie wech...
und der "scharfe"- Meißel hat sich hier wirklich bewährt!

Bild

die Wagenheber-Aufnahme ist zum Glück in bester Verfassung und wird, wenn sie wieder eingeschweißt ist, besser gegen Rost geschützt sein als je zuvor. Vom Querträger ist nichts mehr über..., -wird also komplett neu gemacht.

Bild

Ich habe das blanke Blech dann erstmal mit Fertan behandelt und Morgen geht es dann weiter...

Bild

schönen Abend noch...ich werd´jetzt noch ein paar Schablonen anfertigen...



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Zuletzt geändert von MaD am 5. Dezember 2013, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon MaD » 25. Juli 2012, 21:09

heute habe ich mal wieder nur halb so viel geschafft wie ich wollte...
Die Schablone für das Passblech habe ich ja schon gestern Abend gemacht. Ausgeschnitten, angepasst, gelocht und verschweißt dann heute.
Zum Einsatz kam wieder 1mm Blech in "schwarz"

Bild

hat zum Glück alles auf Anhieb gepasst.

Bild

Den Überlappungsbereich der Bleche werde ich morgen mit verdünntem Primer streichen in der Hoffnung, das "genug" Farbpigmente zwischen die Bleche dringt und annähernd so etwas wie eine geschlossene Lackschicht zustande kommt. Bei der Momentanen Schräglage des Autos allerdings nicht ganz einfach.
Die Schweißnähte werden auch hier wieder mit Nahtabdichtung versiegelt und mit Branth´s Wundermittel beschichtet.

Bild

Der Querträger hat ziemlich viel Rost am Längsträger hinterlassen, sodass hier die schon erwähnte Flickarbeit notwendig war. Ist ein ziemlich großes Loch geworden .,,. . Das Ablaufloch des Längsträgers hat mir ermöglicht ein Winkelblech von 1,5mm in den Träger zu fummeln. Das Winkelblech ist jeweils 2cm breiter/länger als die Ausschnitts kanten. Etwas mühselig das Werkstück in Position zu bringen/-halten - hat aber auch irgendwann geklappt. Man sieht hier wieder keine Bohrlöcher zum Schweißen, denn die kamen erst nach dem Bild... :wink:

Bild

jetzt wurde es ein bisschen Hektisch (der Grillbesuch kam) und ich habe lieber gearbeitet anstatt Bilder zu machen. Auf dem nächsten Bild ist alles schon wieder zusammengeschweißt. Um wieder eine ebene Oberfläche zu bekommen habe ich noch ein passblech aus 1mm starkem Blech auf den eingeschobenen Blechwinkel geschweißt.
Alle Schweißpunkte verschliffen, alles wieder nach der Pilgermethode verarbeitet und sogar die "originale" Wasserablauf/Reinigungsöffnung geschaffen.

Bild

Morgen will ich dann einen neuen Querträger formen dem Schweller ein neues Blech verpassen und die Wagenheber-aufnahme (etwas verstärkt) wieder anbringen...

in diesem Sinne, allen noch einen schönen Abend...




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Re: Dakar-MaD´s SPI

Beitragvon wLADAmir » 25. Juli 2012, 21:13

Verrate uns doch bitte mal, in welchem Handwerk Du zuhause bist?
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Beitragvon fehni » 25. Juli 2012, 21:18

Einfach mal das Profil durchlesen ;-)
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