Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Hier könnt ihr Fragen und Antworten zum Thema
TÜV stellen.
Aber denkt dran auch wenn es so ausschaut das
es der TÜV erlaubt, entscheidet immer noch der
Prüfer darüber !

Moderator: gcniva

Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Ostbock-Jens » 16. Februar 2017, 13:12

Hallo Leute,
Wie der ein oder andere schon mitbekommen hat, befinde ich mich seit August 2015 im Rechtsstreit um ein Auto bzw. einem daran aufgetretenen Verschleiß.

Kurz zusammengefasst:
Ford F250 V8, Baujahr 1998. Gekauft im januar 2015, genutzt bis Juli 2015. Durch massiven Hagelschaden ist das Auto Verkehrsuntauglich geworden. Spiegel, Windschutzscheibe, Rückleuchten und natürlich ein komplett verdelltes Blechkleid.
Die Versicherung hat gezahlt, ich habe mich für das Geld entschieden und habe den Wagen dann so wie er war verkauft.

Der Käufer hat dann Probleme mit dem Getriebe bekommen (Die sich auf einer 11km langen Probefahrt nicht äußerten!). Das von ihm und seinem Anwalt angestrengte selbstständige Beweisverfahren ergab verschlissene und deshalb rutschende Lamellen des 3. Ganges und einen durch Verschleiß herausgesprungenen Betätigungsstift des Overdrive Bremsbandes. Laut Gutachten ist beides unmöglich beim Verkauf zu verbergen und bei der Laufleistung zu erwarten.

Der Käufer treibt das Spielchen tatsächlich so weit, dass er mich verklagt hat. Mir wird vorgeworfen ich habe "grobfahrlässig die Pflichten des Verkäufers" missachtet und ihm ein Fahrzeug verkauft dass nicht die "Beschaffenheit eines Fahrzeugs die bei der gleichen Art Fahrzeug üblich ist" aufweist. Ich habe gewusst "dass das Getriebe bald Probleme machen wird".
Bevor ihr fragt: Nein, das Auto fuhr ganz normal, bis zu dem Tag des Hagelschadens. Danach habe ich es nur noch ein mal bewegt um das Hagelgutachten machen zu lassen, und auch da fuhr das Auto völlig normal.

Weshalb ich das schreibe: Seid verdammt vorsichtig wenn ihr etwas verkauft! Es gibt da draußen Leute die keine guten Absichten haben.
Ich habe den ADAC Kaufvertrag genutzt, aber auch das schützte mich nicht.

Das hier soll eine Warnung an alle sein, wenn ihr keine Rechtsschutzversicherung habt könnt ihr euch ruck-zuck einer enorm hohen Forderung ausgesetzt sehen wenn ihr ein gebrauchtes Fahrzeug verkauft!

Wenn Interesse besteht werde ich das ganze nach dem Ende noch ausführlich beschreiben und Gutachten und die Pamphlete des Anwalts anfügen, damit sich jeder selbst ein Bild davon machen kann welche Fallstricke auch auf Privatverkäufer lauern! Dann wäre es gut wenn ein Moderator es anpinnen könnte, denn das Thema ist für alle hier interessant und wichtig!


Morgen ist nun die Gerichtsverhandlung, und ich werde zum ersten mal in meinem Leben ein Gericht von innen sehen. Und das auch noch als beklagter. :? Das schlimmste daran ist nun aber dass ich mich nicht im Besitz einer Rechtsschutzversicherung befand. Das heißt, dass mir alle Kosten dieses Verfahrens aufgebürdet werden wenn ich verliere. Es geht mittlerweile um eine Summe von ca. 13.000€, inkl. des Auto Kaufpreises von 2.975€.
Ich habe keine üblen Absichten gehabt und nichts unrechtes getan, aber trotzallem wäre eine Versicherung jetzt mein Rettungsanker.

Wünscht mir Glück!
Lada Niva M, €5, kein ABS, Ez. 12/2011 <- reines Sommer-Spaßauto
Dacia Dokker LPG <- Alltagsbegleiter
Lada Nova GL Kombi [21044] <- Rolling Restoration
Ford Escort RS1600 ohne i <- Auf dem Wege der Auferstehung

Auto-Zeitung hat geschrieben:Schließlich besteht das Modell-Programm des deutschen Importeurs aus der 1er und 2er-Baureihe, die jeweils mit Stufen-, Kombi- und Schrägheck zu haben sind, sowie aus dem knorrigen Geländewagen Niva, der fast so unverwüstlich scheint wie Keith Richards und der wie der greise Rolling Stone vermutlich sogar Atomschläge unbeeindruckt überstünde
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon BJniva » 16. Februar 2017, 13:44

...ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir viel Glück.
Gruß Brigitte
Niva 2121, AHK, LPG/Prins, MS-Konservierung, EZ 05/08 -Niva 2131, AHK, LPG/Zavoli, MS-Konservierung, EZ hier 04/13-PLZ 47475
und Vesta Luxus für den Sohn
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon AK-79 » 16. Februar 2017, 13:52

wow.... das ist krass....

drück dir die Daumen omm
MfG
Atze
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Gustl » 16. Februar 2017, 14:09

Oh fuck. Ganz großer Mist.
Aber ja, da draußen sind ungute Gesellen unterwegs. Egal wie klein oder wie groß die "Szene" ist, man muss (leider) immer etwas vorsichtig bleiben.

Ich halte dir die Daumen, dass du wieder gut aus der Sache raus kommst!

Grüße aus Wien
August
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Verkauft: 2007er 21214 namens Fjodor. 4500lbs Winde, XXL Radlager, Rockslider, Belcard Kardans, Tripode, Stahldiff, manuelle 100% Sperre hinten, kurzes VTG, LiMa und alle Entlüftungen hochgesetzt, selbstgestricktes Fahrwerk, 60mm näher am Himmel, 215/75R15 Grabber X3, Reserverad am Heck
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Beitragvon nuse » 16. Februar 2017, 14:30

Ich wünsche dir alles Gute
..... warum ich Niva fahre???? Die Sojus-Rakete ist z.B. die meistgeflogene orbitale Rakete der Welt ....
Ein grüner Grauer, Bj 2011,Bedong styled,Seilwinde,Marix Lion,Raptored RAL6006
Berti's Niva im Dornröschenschlaf in der Garage
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon General » 16. Februar 2017, 14:53

Auch von mir viel Glück morgen. :shock:
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon acer » 16. Februar 2017, 17:36

Scheiße.
Viel Erfolg morgen!

Gruß
NIVA 1600
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Beitragvon Micha4x4 » 16. Februar 2017, 18:12

Viel Erfolg!
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon siebi » 16. Februar 2017, 19:51

Wichtigste Versicherung ist die Rechtschutz.
Und...gaaanz wichtig, ohne S.B.!

Drück dir trotzdem die Daumen...wird auf einen Vergleich hinauslaufen. Spart einiges an Ärger und Kohle.
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Holschi » 17. Februar 2017, 05:13

Viel Glück heute. Hoffe das Dein Anwalt gut dagegen hält.
Wer vor Dreck Angst hat, der hat auch Angst vor Seife.

LADA NIVA M 1,7i , EZ 12.11.10 o--. Schwarz, Lada D, €4 (Papamobil), Prins Gasanlage, Geschwindigkeitsregelanlage MS50.
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon nivafun » 17. Februar 2017, 06:12

Ich wünsche dir alles Gute!

Viele Grüße aus dem Norden
Stefan
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Niviageppi » 17. Februar 2017, 08:45

Ford F250 V8, Baujahr 1998


des Auto Kaufpreises von 2.975€


Das ist doch der Hammer!! Der kriegt den F250 fast geschenkt und will dir ans Bein Pissen? Ob Hagelschaden oder nicht, 2000,- bekommt man in der Regel schon für vorder und Hinterachse!) Oh, da würden mir aber lustige Dinge einfallen :twisted:

Ich habe selbst auch schon etliche Autos verkauft, aber diese Grundsätzlich als ERSATZTEILSPENDER. Aber wenn man an solche Typen gerät wie du, hilft einen der Passus warscheinlich auch nicht :cry:

Viel Glück auf Gericht und das der Alptraum ein Ende hat!!
Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft - Aristoteles


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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Johannes85 » 17. Februar 2017, 14:14

Da fragt man sich doch wirklich wie sowas dann noch vor Gericht kommt... Das Gutachten sagt doch schon, dass man solche Schäden nicht verbergen kann.

Ich wünsch Dir viel Glück und hoffe du kommst positiv aus dem Verfahren raus.

LG
Johannes
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon Ostbock-Jens » 20. Februar 2017, 09:42

So, nachdem am Wochenende entgegen unseren Gepflogenheiten Arbeiten angesagt war komme ich erst jetzt dazu was zu schreiben.

Zuerst vielen Dank für euer Daumendrücken, das scheint wirklich nötig zu werden.

Die Sache wurde nun von einer Richterin verhandelt, und diese war schon auf Seiten des Klägers bevor ich das erste Wort sagen durfte. Sie hat sich aufgeführt wie seine Anwältin. Und für dieses parteiische Verhalten wird sie auch eine saftige Beschwerde bekommen! Allerdings erst nachher...

Im Gutachten steht unter anderem auch folgendes: "Der Getriebeschaden war bei Verkauf im wesentlichen angelegt".

Und darauf hat sie die ganze Zeit herumgeritten. Das da auch drinsteht dass die Symptome nicht zu verbergen sind und dass dieser vorliegende Verschleiß bei amerikanischen Automatikgetrieben bei 140000 auf der Uhr als normal anzusehen ist hat sie nicht interessiert. Das hat sie einfach abgetan und immer wieder drauf herumgeritten dass der Getriebeschaden (Eh völlige Grütze wenn man mich fragt, denn verschlissene Lamellen sind zumindest nach meiner Definition kein Getriebeschaden!) ja "im wesentlichen angelegt" gewesen sei.

Sie hat dem Kläger auch geglaubt, dass die Probefahrt angeblich nur 4km lang gewesen sei und er das also nicht richtig testen konnte. Dass er sich widersprach indem er sagte es habe 15-20 Minuten gedauert hat sie auch nicht interessiert. Ich konnte sogar die genaue Route aufzeigen (11km, ca. 15 Minuten) aber das hat sie auch völlig übergangen.

Immer wieder sagte sie zu mir "Sie hätten bescheidsagen müssen dass da was nicht stimmt!", vermutlich um mich aus der Reserve zu locken auf dass ich mich irgendwann selbst reinreite. Ich habe nur gesagt dass ich nur auf Dinge hinweisen kann die ich weiß, und das war hier nicht der Fall.

Der Kläger verweigerte einen Vergleich jeglicher Art (Ja, das hat die Richterin zum Schluss noch versucht, nachdem sie mich nicht kleingekriegt hat) direkt, indem er rumheulte er habe ja schließlich schon die 150€ selbstbeteiligung für die Rechtsschutzversicherung bezahlt.

Nun ist das ganze vertagt und der "Sachverständige" soll vernommen werden. In der zwischenzeit werde ich vom TÜV Rheinland ein neues Gutachten anfertigen lassen, von einem spezialisierten Sachverständigen für Aggregateschäden. Und sollte der bisherige Sachverständige in der Vernehmung Grütze erzählen nehme ich den Mann technisch auseinander, sein Gutachten strotzt vor Fehlern (Die mich aber kaum belasten) und ich werde ihn dastehen lassen wie einen dummen Schuljungen.

Es wurde mitte März ein Termin zur Terminfindung vereinbart. Kranke Welt!
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Re: Verklagt als privater Vekäufer! Vorsicht beim Verkauf!!!

Beitragvon easyrider110 » 20. Februar 2017, 09:49

Dann ab zum nächsthöheren Gericht, kann ja nicht sein dass da so ne parteiische Schnäpfe sitzt. Du schaffst das schon, so gerecht ist Deutschland noch, das man mit so einem Scheiß nicht durchkommt.

Wenn der Getriebeschaden nicht zu verbergen wäre, warum hat der Käufer das denn nicht bemerkt?
LG Ole
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