Niva Arktis Tour 2017

Reiseberichte, Ausflüge, etc. Am liebsten mit reichlich Bildmaterial!

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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon Wolfspelz » 14. März 2017, 08:40

Mir kommen vor lauter Neid die Tränen. So eine geile Tour. Ahhhhhhhhh .,.m.

Wirklich wahnsinn, da habt ihr etwas fürs Leben unternommen. .v.
Ladarieren statt Jammerrieren.

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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon stekus » 14. März 2017, 18:29

Danke für den Kurzbesuch! üiiii .v.
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon powdersnow » 16. März 2017, 21:44

8) 8) Danke Euch! ... toll wäre untertrieben :P


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Teil 2: Von Steinkjer bis Ballangen



Unser erster weiße Morgen, nicht viel Schnee, aber immerhin alles weiß. Da schmeckte die tägliche Eierspeiße zum Frühstück gleich noch besser. .v.

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Wir säuberten die Hütte und zahlten einen kleinen Betrag.

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Bei uns wäre so was noch als herausragend harmonisch zu bezeichnen, für Norwegen hingegen sehr individuelle Hausformen und farben.

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Anfangs fuhren wir über Nebenstraßen, allesamt Schneebedeckt...

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... doch auch als wir auf die E06 (einzige durchgehende Nord- Süd Verbindung innerhalb Norwegens) gab es überraschen keinen Salzsulz sondern wunderbar griffige Schneefahrbahn. uuuu

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Nur einzelne Abschnitte welche volle Strahlung abbekommen waren aper, nicht verwunderlich, es hatte ja zuvor viele Tage am Stück Tauwetter gegeben gehabt.

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Nach einiger Strecke machten wir eine Schiffpause (Lulu Bild ), ohne einen Schimmer zu haben wie nachhaltig wichtig dieser Stopp im Nach hinein war.

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Bis hier war es ähnlich wie es wohl jeder kennt: Schnee auf der Starße, gerade wenn nur ein wneig, bedeuted Dauerwischen da man stets in der Salzgischt von irgendwem ist. So war es auch bis hier die meiste Zeit, doch ab hier bis auf kurze Teiilstücke ganz am Schluß in Südschweden nie mehr! üiiii üiiii

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Zu Beginn gab es zwar noch teils apere Abschnitte, aber Mangels Salz und deutlich negativen Taupunkten nur noch kristalline Gischt! ,,..

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Der Himmel wurde immer blauer, die Luft immer klarer und langsam auch immer angenehmer kühl... und der Schnee wurde stetig mehr. Endlich gingen unsere Träume in Erfüllung, endlich mal wieder echten Winter erleben dürfen! omm

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Wir kamen sehr gut vorran, unglaublich angenehm wenig Verkehr, und die paar Fahrzeuge allesamt sehr rücksichtsvoll unterwegs. Dies sollte noch besser werden, wir erreichten das heiß ersehnte Norge- den Norden üiiii

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Die Schneefahrbahn wurde immer griffiger, den Asphalt darunter konnte man nur noch erahnen. Dazu die herrlich tiefstehende Sonne, so ähnlich stell ich mir den Himmel vor, bissl kühler halt Bild

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An manchen Stellen gab es Spurrinen welche Asphalt zu Tage brachten, meist aber nur kurz an engeren Straßenstellen. Schneepflüge sehen aus wie bei uns, aber zusätzlich wird hier in den festgefahrene Schnee bzw. Eis auf der Straße mittels speziellen Fräßschildern unzählige Längsrillen eingebracht, welche den Untergrund stets von Spurrinnen und ähnlichem befreien. Es gibt kein schöneres Fahren als unter solch perfekten Bedingungen... erst Recht mit Niva. omm omm

Das hier 0815 Winterreifen, wie für mitteleruopäische "Winter", völlig fehl am Platz sind ist klar, mit echten nordischen Winterreifen kommt man aber auch ohne Spikes sehr sicher an jedes beliebige Ziel. Selbst bei deutlich unter 20 Grad und reinem Eis unter den Reifen hatten wir beide niemals brenzliche Situationen. Reifendruck senkte Matthias im Schnee auf 2,5 , ich auf 1,9 bar ab. Kostet natürlich mit der enormen Beladung etwas Sprit und Kraft, doch bringt zusätzliche Sicherheit.

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Die bemalten Waggons sind Autowaggons mit Dach! Richtig edel, es gibt Verbindungen in Norwegen bis Narvik, Schweden rauf bis ins nördliche Lappland, und auch Verbindungen von und nach Russland!

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Rund um Mo i Rana, schon verdammt knapp am Polarkreis, wollten wir Nächtigen, doch fanden keine geeignete Stelle. Also ging es noch etwas weiter, was Matthias seine erste Elchsichtung der Reise bescherte.

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Das schwache Dämmerungslicht und die Entfernung ermöglichten kein besseres Bild.

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Dann, schon nach 19:00 Uhr kamen wir eine sehr große Straßenbaustelle. Hier wird voll gearbeitet, bis spät in die Nacht hinein. Je weiter man in den Winter rein fährt desto weniger merkt man ihn. Im tiefen Ostösterreich reichen 5cm Schnee für Chaos und Baustopps, in Hochlagen des Alpenstaus sieht es da schon anders aus. Doch so richtig gail wird's erst hier im echten Norden, Winter mit allen Begleiterscheinungen ist das Normalste der Welt und bringt entsprechend auch keinerlei Einschränkungen mit sich. 8) 8)

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Wir fanden einen geiegneten Schlafplatz, sogar mit überdachtem Sitzplatz. Nach ausreichend Essen und Bier wurden wir sogar mit den ertsen Polarlichtern der Reise belohnt, für mich die aller ersten ausserhalb hochalpinen Bereichs :-)

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Nach gutem und ausgiebigen Frühstück an der guten Luft packten wir inzwischenroutiniert zügig zusammen und brachen wieder auf, weiter gen Norden :-)
Von Beginn an hatten wir uns nur die nötigtsen Fixpunkte für unsere Reise gesetzt, also die zwei lang vorgebuchten Fähfahrten sowie meinen Autoreisezug. Ansonsten hatten wir nur das groibe Ziel Stefan in Tromsö und soweit möglich das Nordkapp. Nicht mal im Traum hätten wir es so gut planen können wie es letztlich verlief, wir haben weit mehr als erhofft gesehen und erlebt :-)

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In Norwegen gib es fast so viele Campingplätze wie Berge (jedenfalls gefühlt weit mehr als Einwohner), nur Ende Februar haben davon nur die aller wenigsten geräumt oder haben gar geöffnet. Solche Rastplätze gibt es entlang den Hauptrouten auch reuichlich, und die sind stets ein guter "Notschlafplatz" für zwei Nivas :-) Straßenlärm störte Nachts gar nicht, Fenster waren ja zu ;-)

Schon bei unserem Frühstück fuhren schon wieder die ersten Baufahrzeuge, Abends zuvor bis nach Zehn. Anders wäre ein derartig technisiertes Straßennetz auch nicht möglich.
Wer Tiefbau mag ist in Norwegen fix durchgehend spitz! Alleine die Brücken reichen schon, dann noch die abartigsten Tunnel und generell beachtliche Materialbewegungen, und all das unter groer Berücksichtigung der natürlichen Umgebung.
Ein kurzes Beispiel: wird bei eine vollwertige Schnellstraße gebaut muß die durchgehend zwei Spurig sein, gewisse Radien einhalten usw. In Norwegen geht Sinnhaftigkeit vor sturrem Enggeist, wo möglich wird ausgebaut, der Rest ist teils noch eng und kurvig, anstatt für regionalen Nutzen viel zu investieren wird für flächig für maximalen Nutzen Gesamt stückerlweise ausgebaut.

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Sehr selten das um diese Jahreszeit hier so wenig Schnee liegt, inzwischen ist unser Essplatz im Schnee versunken, Frau Holle hat jetzt zumindest ab den Polarkreis rauf Schneenormallage geschafft.

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Praktische überdachte Grillstelle welche in kurzer Zeit viele satt machen kann. Aufnahme von der Schneedecke aus, ca. 80cm tragfähiger Betonschnee an dem Tag ;-)

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Sofort ging es stetig bergauf und schon waren wir in einem der größten Naturschutzgebieten Norwegens. Eine Hochebene welche mich das erste Mal wirklich in der Arktis seien fühlen lies!

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Statt Salz wird hier nur feiner Splitt, eher Sand mittels Bindemittel Wasser aufgebracht. Für die schweren LKW welche großteils ohne Spikes fahren. In der Regel funktioniert dieses Streuverfahren für größere Steigungen so gut das bei Versagen selbst Ketten oft nicht mehr bringen, der LKW sich einfach in den teils gut 10cm dicken harten Eis/ Schneebelag auf der Fahrbahn eingräbt.

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Hier sieht man recht gut das gekratzte Eis.

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Ein großer Moment, auch wenn es nur ein theoretischer Kreis den wir erstmals durchstoßen. Das musste natürlich zelibriert werden...

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Das eingewinterte Arktiscenter.

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31 Jahre musste Niva werden um endlich in seine ursprüngliche nivale Umgebung fahren durfte, Matthias ist das großzügiger zu Niva.

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So sieht man den Polarkreis vom Zug aus.

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Lauter sehr verlockende Berge hier, doch alle ohne sichtliche Spuren, also nix mit schneller Tour mit den Fellen wo rauf.

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Es geht wieder bergab, doch die Landschaft bleibt verändert.

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Tankstelle, Lokal und mehr, ein echter Treffpunkt fernab von Allem außer Natur pur.

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Elektroautos sind Steuerbefreit, ein sehr schlagender Fakt in Norwegen. Neben vielen Tankstellen sieht man auch wirklich überraschend viele Teslas und co im Alltag. Ein Tesla mitt Allem kostet somit in Norwegen ca. so viel wie wenn man sich einen Niva neu importieren würde!

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Sehr gut, jetzt hab auch ich endlich meinen ersten Elch gesehen ö.,

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Wieder unten auf Meeresniveau. :shock:

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Wenig später sichtet Matthias zwei Rentiere... dank Funk ich auch kurz darauf.

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Direkt hinter der Lichtung stand auch schon das passende Schild.

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Traumhafte Berge, und nach jeder Kurve völlig neue Perspektiven, einfach Autofahren wie es schöner nicht geht .v. omm .v.

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Bald nach den letzten Lichtspielen der tiefen Abendsonne begann es leicht zu schneien...

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... dann kamen wir an die zweite Inlandsfähre. Die vorige war gerade abgefahren, die nächste kam in einer Stunde.

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Nach zwei frischen Hotdogs am anderen Ufer angekommen schneite es richtig gut, und es war dunkel geworden.
Genau so ein Video wollte ich schon immer mal haben, das wird auch nach Stunden Dauerschleife nie fad :P :P klick

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Auf den ersten drei Bildern bin jeweils ca. 50 Meter vor Matthias, mit Beleuchtung...

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... ok, es geht nur die linke Begrenzungslampe. Dieses Bild ist ohne Gischt, reiner Schneefall. .v.

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Weil es so schön ist, hier drei Bilder aus der Dashcam von Matthias (übrigens die ganze Reise über aufzeichnend .v. )

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Nach 19:00 Uhr in Ballangen ankommend finden wir einen überaus freundlichen Campingplatzbesitzer der uns ohne jeglicher Entschädigung am frisch geräumten Platz schlafen lässt, inkl Strom, Benützun g von überdachter Terrasse und WC- samt Dusche usw. uuuu

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Wie ständig auf der Reise brachte uns auch hier der "Nivafaktor" einen großen Vorteil omm

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Matthias startete routiniert den längst mit Teflonband gedichteten Benzinkocher... zum Auftauen der ersten gefrorenen Konserven... nicht alles hat im Kühlschrank platz... also mussten mal wieder paar Bier Platz machen _..,

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Es folgte eine sehr ruhige Nacht, einzig das schöne Geräusch von Schneepflügen (ohne Salzstreuer hinten dran) hörte man immer wieder omm

Für den nächsten Tag haben wir uns Tromsö als Ziel gesteckt.... bald geht's weiter....
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon AK-79 » 18. März 2017, 06:27

üiiii

schön
MfG
Atze
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon powdersnow » 21. März 2017, 00:04

Teil 3 - von Ballangen über Tromsö nach Hatteng


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Auch die unsere erste Nacht im Polarkreis brachte wieder nur leichten Frost. Hatten noch immer nie unter 10 Grad (Bei Temperaturangaben in der Arktis erspart man sich das Minus :wink: )

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Wir haben uns beide Webasto gegönnt, mit Zeitschalter ein sehr guter Wecker. Zum rausschlüpfen aus dem warmen Schlafsack auch für Winterkinder eine feine Sache omm
Zum Schlafengehen habe ich sie nur zweimal aktiviert, im Schlafsack ist es so wie so sofort warm... und zum Entfeuchten war nicht viel. Der überall angefrorene Kondens der Nacht sublimiert bei steter Zugluft recht schnell.

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Schon hier bin ich positiv überrascht noch nichts Schrauben zu müssen... bis hier haben wir beide überhaupt keine Mängel/ Probleme fest gestellt. Gerade für mich doch überraschend, konnte ich ja nicht wie geplant vorab ausreichend testen was geändert worden war üiiii

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Unser Frühstückstisch :mrgreen:

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... sind aber nur die Überbleibsel vom Vorabend zu sehen... an die Null komma Null haben wir uns natürlich immer gehalten. Gefühlt auch alle denen wir im Straßenverkehr begegneten! uuuu uuuu

Der Campingplatzbesitzer bekam noch eine Flasche Weiswein zum Dank, er wollte keinen Groschen von uns! Also wer mal nach Norwegen campieren will, Camping Ballangen ist sehr zu empfehlen! .v.

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Wir starteten in einen sonnigen Tag, natürlich beste Schneefahrbahn. .v. omm
Erstaunlich schnell fahren die LKW hier meist ohne Spikereifen durch die Kurven... ab und wann ist es etwas zu schnell für den Untergrund. Fahrer blieb aber Unverletzt, wartete gelassen auf den Abschleppwagen. Davon, also den großen für LKW, sieht man hier in fast jeder Ortschaft ein zwei. Die haben übrigens auch meist keine Spikes sondern sehr weiche Lamellenreifen! 8)

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Es folgen drei Innenkamerastandbilder. Je nördlicher wir kamen desto lieblicher wurde das Sonnenlicht. .v. .v.
Stundenlange Sonnenaufgänge und Untergänge, ständig feinste "goldene Stunde", dazu diese Landschaften. Einfach nur herrlich omm omm

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(Gefrier) getrockneter Fisch aus dem nahen Fjord. ii..

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Derart von Eis geformte Berge wie hier kannte ich bisher nur vom Karakorum. .v.

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Wieder eine große Spannseilbrücke, diesmal auch noch im schönen Morgenlicht 8)

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Die tief in die Berge reinragenden Fjorde sind Eines schöner als das Nächste.

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Hier gab es das erste "Gebrechen", ein Sicherung bei Matthias war durch, Lüfter blockierte durch Eis vom Vortag. :shock: :wink:

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Wenig später, nahe Narvik, die nächste Brücke- die größte bisher. Sehr beeindruckendes Bauwerk... (,..

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... wird übrigens nur gebaut um sich knapp 20 km Umweg über eine bestehende Brücke ersparen:

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... so was passiert wohl nur im glücklichsten Land der Welt: klick oo..

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Hier sieht man gut den Straßenzustand. Teilweise festgefahrener Schnee, in den Spuren aber oft gefräßtes Eis, das überall unter dem Schnee ist.

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Wieder eine große Brücke.

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Die Schlitten sieht man ständig und überall. Damit hat uns so manche Omi locker überholt... also gehend mein ich ih,,

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Elster an einer Tankstelle...

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... Krähen auf den Wipfeln, insgesamt überraschende viele Vögel hier zu sehen. Prachtvollen Seeadler hatten wir auch schon über unseren Köpfen gleiten. omm

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Nach einigen weiteren Kurven dann plötzlich ein Atemraubender Blick über ein weites Fjord hinweg. .v. .v. 8) 8)

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Das meiste sind leider Dauerflecken meiner Kamera, doch mittig kommt ein riesiger Transporthubschrauber auf uns zu:

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Rundum umgeben von geschmeidigsten Bergen, und dazwischen ruhiges Meer. So noch nie erlebt omm omm

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Ein überglücklicher Nivafahrer! uuuu

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Neben diesem Rießen liegt schon Tromsö, Stefan hat nicht zu viel versprochen!

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Bei feinem Abendlicht fahren wir die letzten Kilometer bis zur Stadt.

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Die Straßen sind hier im Verhältnis stark befahren, somit auch Großteils Schneefrei. Da auch Salzfrei gibt's stets Schneegestöber aus feinstem Arcticpowder, besonders hübsch bei tiefstehender Sonne wie hier .,.

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Der erste Blick auf Tromsö...

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... und die prägende Brücke, welche neben dem vier spurigen Tunnel und einer weiteren Brücke die einzige Verbindung vom Festland zur Insel Tromsöya ist.

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Wie fast alle Städte in Norwegen hat auch Tromsö ein eigenes Skigebiet direkt neben der Stadt gelegen. uuuu

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Stefan trifft uns, zusammen geht's zu erst in ein Einkaufszentrum... ein Bild mit Seltenheitswert in Norwegen... einem Land mit weniger Ladas als Elefanten. :shock:

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... dann direkt ins Stadtinnere.

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Stefan bringt uns prompt zu einer Demonstration vor dem Rathaus gegen geplanten Brückenmaut. ö., uuuu

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Naja, also in Frankreich wäre wohl etwas mehr los gewesen... aber war auch recht spontan und ohne finanzielle Mittel organisiert.

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Immerhin, Lokal und auch Nationale Presse war vertreten... anschließend brach die Menschentraube direkt in den Sitzungssaal ein, in welchem gerade darüber abgestimmt wurde.
Wenn auch nicht Frankreich, jedenfalls weit agiler als Österreich :roll:

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Nach einem schönen Abend mit Stefan mit sehr interessanten Gesprächen über Politik und Drumherum, bissl Lada und natürlich das Thema um welches ein Gewässerbiologe in Norwegen nicht herum kommt: Fischzucht. Diese hat enorme Dimensionen angenommen, mit ebenso enormen und drastischen Folgen. :cry:
Matthias und ich sind beide an diesem Tag sehr geschlaucht (quasi müde), so wird der Abend leider nicht all zu lange.

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Nach einer, nach der Flucht aus dem heißen Haus mitten in der Nacht in den Niva, erholsamen Nacht war Morgensport angesagt. Dachträger ab um an die Windschutzscheibe darunter zu kommen, Getriebe uvm. aus den Untiefen des Niva räumen. Das meiste auch gefunden und gleich ein wenig den bisschen geschrumpften Proviant u(m/n)verteilt.
Matthias bekam ein Elchgeweih von Stefan, dann ging es los zur 98- Oktan Tankstelle bevor sie zusperrt! :P

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60km später machte Stefan seine arktische Katze warm und, ich schnall mir Ski an.

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Skijöring extrem, im Steilen hatte ich keine Chance das Seil zu halten wenn Stefan mal bissl länger am Gas blieb, quasi ca. 200 Rentiere ziehen dann an :mrgreen:

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Schön mal wieder auf Ski zu stehen, nur der Schnee könnte besser sein. Magere 15cm Pulverdecke über Betonschnee... das gibt's in den Alpen ausreichend _::

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Noch ein glücklicher Nivafahrer uuuu

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Bei Dämmerung ein Abschiedsfoto, dann trennen wir uns leider schon wieder von Stefan. Auf seinen guten Rat geht es nur ein paar Kilometer weit ins nächste Seitental, in welchem der Berg der Berge Norwegens steht.

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Gerne auch das Matterhorn Norwegens bezeichnet. .v.
Wir erblickten ihn nur kurz, bald setzte dichter Schneefall ein, der bis zur Abfahrt anhielt.

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Wir gönnen uns eine Hütte, eigentlich nur um Bilder und Videos endlich mal ab zu sichern, und ein beheiztes WC ist natürlich fein. Würden viele, so wie wir des Öfteren, in den Wald scheißen wäre das Bild bei Schneeschmelze schlimm. Auch wenn man sich durch die dicke Schneedecke gräbt, darunter ist durchgefrorener Boden. Es bleibt nur die Schneedecke selbst um die Notdurft zu bedecken. :|

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Bei Schneefall gingen wir zu Bett in unsere Autos, eine weitere ruhige Nacht folgte.
Heute ohne sichtbare Nordlichter, die hatten wir aber bereits zum ersten Mal in leichter Form in der Nacht vor dem Eintritt in die Arktis, sowie bei Stefan in Tromsö. omm


Es folgt der Abschnitt übers Nordkapp weiter Richtung Osten...
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon powdersnow » 22. März 2017, 14:09

Nach dem jetzt auch das Apfelplastikklumpp Bilder rausgerückt hat, hier eine kleine Ergänzung zu den ersten Teilen.

Jägermeister speziell für Norwegen... wurde auch reichlich im Dutyfree auf der Fähre gekauft _..,

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Ich beim Not- Abdichten des Daches... haltet bis heute 8)

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Ich auf der Aussichtsplattform neben dem Spiegeleissee _..,

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Auch wenn nur leicht frostig reichte schon die erste Nacht für gute Innenraumvereisungen ,,..

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Einer von 74765615 schönen Eisfällen

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Die zweite Nacht war schon etwas kühler.

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Ordnungsgemäs gereingtes Kennzeichen :mrgreen:

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Bei der Zubereitung des Abendmahles in Ballangen.

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Täglich kochte Matthias früh Morgens eine köstliche Eierspeiße ,,..

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Beim Pizzaessen mit Stefan in Tromsö.

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Stefan mit sienem ersehnten neuen Getriebe ,,..

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Innenansicht unserer Fotokopierzentrale in Hatteng

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Gruß Jakob
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon OSLer » 22. März 2017, 16:30

"Traumhafte Tour" trifft es irgendwie nichtmal im Ansatz, da habt ihr echt was fürs Leben gemacht, großartig.
Danke fürs Teilen und den Reisebericht.

Gruss
Lars
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon unununium » 22. März 2017, 18:39

Ich bin echt neidisch! Wundervoll!
Eine vergleichbare Tour würde ich auch gerne mal machen, wenn ich ehrlich sein darf. .v.

Vielen Dank für euren tollen Bericht!

Viele Grüße
Frank
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon Matthias » 22. März 2017, 18:52

Hallo,

die Tour hat wirklich alle Erwartungen übertroffen üiiii

@Jakob Du schreibst echt immer die besten Reiseberichte, wenn ich Deinen Bericht lese möchte ich direkt wieder starten uuuu uuuu
K640_Photo-2017-02-20-15-59-29_0066.JPG
der erste Elch, den ich gesehen habe
K640_Photo-2017-02-20-15-59-29_0066.JPG (50.52 KiB) 498-mal betrachtet

K640_Photo-2017-02-21-11-18-03_0084.JPG
der erste Elch, den Jakob gesehen hat
K640_Photo-2017-02-21-11-18-03_0084.JPG (49.8 KiB) 498-mal betrachtet


pl,, ih,, ih,, ih,,

Gruß Matthias
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon stekus » 22. März 2017, 21:52

Matthias, ich bin schon gespannt auf ein Bild von der Elchschaufel an ihrem angedachtem Platz! ii..
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon Matthias » 23. März 2017, 19:12

Hallo Stefan,

kann noch ein bisschen dauern, muss erst den Gartenschuppen neu streichen

aber dann werde ich die Bilder natürlich einstellen

Gruß Matthias
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon powdersnow » 23. März 2017, 22:16

TEIL 4 - Von Hatteng (fast) bis zum Nordkapp


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Die Nacht brachte kaum Neuschnee, doch prompt beim Aufstehen zog es wieder völlig zu. Also nix mit Berg bestaunen. Nach kurzer langsamer Aufwärmrunde ging es direkt zurück auf die Schnellstraße, lange Zeit direkt an der Küste entlang.

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Immer wieder Schneefall, teils auch recht ordentlich, dann wieder trocken. Übergang stets sehr spontan, garniert mit dem ersten nennenswerten Wind unserer Reise!

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Seit Beginn der Schneefahrbahn habe ich 20 Liter Benzin am Dach. Gebraucht haben wir sie aber nicht, Tankstellendichte ist überall ausreichend. Und das selbst für meinen SPI, der die letzten sechs Liter stets übrig lässt.

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An der Heckscheibe sieht man deutlich in welchem Niva mehr gehetzt wird _..,

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Anspruchsvolles Fahren, das nicht eine Sekunde langweilig wird. Für mich geht da kaum was drüber

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Immer wieder sehen wir Schneepflüge, und die haben auch immer wieder aufs neue was zum Schieben .v.

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Da schöpfte ich Hoffnung endlich lebendes Großwild zu sehen, Doppelwarnhinweis für Elche und Rentiere zu gleich hatten wir noch nicht omm

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Wurde wieder nix, nur schöne Schneelandschaften rundum gesehen.

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Hier mussten wir auf Kollonekjöring warten, also begleitetes Kollonefahren bei Baustellen und / oder sehr schlechter Sicht.

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Dauerte nicht lange, reichte gerade um kurz mit dem LKW Fahrer zu reden, er fuhr nach Kirkenes, im Gegensatz zu uns auf direktem Weg. Mit Niva kommt man überall sehr schnell in Gespräche, immer wieder schön omm

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Hübscher Schneebopsch .,.

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Alta näher kommend gab es noch eine schöne Brücke zu befahren...

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... die direkt in einen Tunnel mündet. 8)

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Noch vor Alta bogen wir Richtung Süden ab, in ein kleines Seitental nahe der größten Schlucht Nordeuropas
Um am nächsten Tag den unmotorisierten Weg kurz zu halten wollten wir so weit möglich rauf fahren. Der Schranken war offen, nur mit der Räumung haperte es. Es sei erwähnt das in Norwegen das Befahren von ungeräumten Wegen strikt verboten ist, diese gelten dann im Gesetz als Wildnis.
Wir betraten also Grauzone, denn für mich sind Spuren von Schneemobilen auch eine Art von Räumung :mrgreen:

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Der Tragfähige Bereich mittig am Weg war sehr schmal, man konnte kaum beide Seiten oben halten. Erst Recht die Kurven waren tükisch. Matthias hatte schon früh mit seiner geringen Bodenfreiheit zu kämpfen, beim kleinsten Bodenkontakt fraß der sofort anfrierende Schnee den Vortrieb auf.

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Der Schneeaufbau war sehr fordernd, unten gute 40cm kompakter Pulver, dann knapp 10cm Betonschnee, fast schon Eis, darüber wieder kompakter Pulverschnee. Nur der Schnee der durchgehend von Schneemobilen befahrene Mitte des Weges konnte unsere Niva tragen, sobald man abseits davon durch die mittige Eisschicht brach kam es kaum ein Zurück. Die stete Eiskante verhinderte ein Zurück auf den gepressten Schnee beharrlich, dazu kam das ständige anfrieren des Unterbodens. Da brach die Eisschicht natürlich nicht durch... _::

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Als ich mit bekam das Matthias unten steckte fuhr ich mangels Wendemöglichkeit rückwärts zurück. Ging auch einige Zeit gut, bis zu einer Kurve. Bin prompt aus der Spur gekommen, in Richtung Abgrund. Zum Glück kam gerade da das letzte Schneemobil des Tages herunter und konnte mein Heck per Abschleppseil zurück in die Spur ziehen.

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Leider hatten sie es dann sehr eilig und ich konnte den völlig schräg dastehenden Niva nicht auf der Spur halten. Das selbe Spiel, nur diesmal zum Glück hangseitig.

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Nach reichlich Schaufeln, mit nur einer funktionstüchtigen Schaufel, kam ich endlich zurück und konnte zum Matthias runter fahren. ö.,

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Beim vorbei fahren passierte es dann wieder, trotz großer Vorsicht rutschte wieder eine Seite ins Weiche. Gerade so knapp stehend das wir uns nicht gegenseitg helfen konnten. Also wieder Schaufeln :-) Muss dazu sagen das die Sperren hier nicht aktiv waren, der winzige Ersatzkompressor nach Ausfall beider Kompressoren kurz vor Abfahrt, reichte einfach nicht zum sicheren Einrasten. Das hätte sicher einiges geholfen... noch mehr natürlich eine funktionierende Seilwinde :oops:

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Zuerst versuchten wir mit meinem Niva rückwärts ziehend den Langen frei zu bekommen. Doch er rutschte nicht und nicht aus dem Tiefen raus. Dazu brach ich immer wieder mit zwei Reifen ein, wir mussten anders ran gehen.

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Nach dem Wenden und mit Umlenkrolle brachten wir den Langen doch noch zurück auf den gepressten Schnee...

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... und gönnten uns nach diesem ungeplanten Karpatenersatzprogramm eine Nacht im nahen Luxushotel :-) Speziell auch um die viele nasse Kleidung trocken zu bekommen. Der Schaufelstiel hatte bald eine 2cm dicke Eiskruste gehabt .,.

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Weiß nimmer was Matthias da sagte... womöglich es regnet... oder Bier ist aus :shock: :mrgreen:

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Nach Stärkung in Form von Gulasch und reichlich isotonischen Getränken ging es zu Bett (sehr ungewohnt), dank offenem Fenster nicht zu warm.

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Nach dem Frühstück im Haupthaus war Matthias kaum noch zu bremsen und schon gingen wir auf Spurensuche vom Vorabend Richtung Schlucht los.

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Das Hotel gehört einer sehr erfolgreichen eines der härtesten Schlittenhunderennen überhaupt, im Hochwinter 500 Kilometer durch Nordnorwegen, völlig auf sich allein gestellt.
Die Kettenhaltung ist notwendig. Schlittenhunden muss man möglichst viel der ursprünglichen Triebe lassen, also auch sehr ausgeprägtes Herdentum samt den zugehörigen Rangkämpfen. Da diese bei Huskies sehr schnell mit schweren Verletzungen enden (stets wird die Halsregion ab dem Ohr mit den spitzen Reisszähnen aufgerissen, da ist schnell viel Blut im Spiel) werden die Hunde solange auf sich allein gestellt entweder in einzelne Zwinger gesperrt oder eben an Ketten gehalten.
Das ist keineswegs mit Kettenhunden in Hinterhöfen zu vergleichen, es geht ja nur um kurze Zeit, täglich verlangen die Hunde nach mindestens sechs Stunden intensiver Beschäftigung. ii..

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Für fast alle Hunderassen wäre Hundeschlittenfahren als verwerflich zu bewerten, nicht bei diesen über tausend Jahre darauf spezialisierte Rassen. Gerade heute habe ich meinen treuen pelzigen Begleiter vermisst, Matthias ist zwar gesprächiger aber nicht so treu :P

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Hier der Beweis, wir waren quasi legal unterwegs, Uhrzeit geht sich ganz knapp für die Einfahrt aus :wink:

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Unsere Kampfspuren waren von etwas Neuschnee bedeckt, doch noch gut sichtbar .,.

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Immer tiefer in die Finnmark tauchend fuhr Matthias mit Langlaufskie und ich mit Tourenskie in Richtung Hochebene der Schlucht entlang.

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Kurz vor dem ersten Zwischengipfel drehte Matthias um, ich wollte weiter. Am Hochplateau wehte strammer Wind und es ging ständig flach bergab oder bergauf. Nach jedem Zwischengipfel sah man das nächste Zwischental. Als ich schon nur noch Schnee als Wasserquelle hatte drehte ich schließlich ca. 300 Meter vor einem Aussichtspunkt in die Schlucht um. Mir fehlten die Kräfte nach der kurzen Nacht und dem gestrigen Schneebewegungen. :roll:

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Zurück ging es wieder zig male flach rauf und runter, genau das was ich gar nicht mag. Wie beim Radfahren, am liebsten kurz dafür steil rauf, und ebenso runter ,,..
Der ständige Gegenwind gab mir den Rest, zurück im Hotel war ich völlig entkräftet und musste Flüssigkeit und Energie zuführen.

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Schön war es trotzdem ich die Schlucht nicht ganz gesehen habe, nach einigen Tees fuhren wir aus dem schönen und freundlichen Hotel ab. Ob meine Ski auf der Reise noch mal zum Einsatz kommen werden ist unsicher.

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Da so spät aufgebrochen, und ich bei jeder Tankstelle für einen heißen Hund anhielt, kamen wir nur bis knapp hinter Alta...

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... und auch das im Finsteren. .,.

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Wir suchten uns einen Platz zwischen den vielen Dauercampern auf diesen Parkplatz eines Skigebietes. Sanitäreinrichtungen udgl. sucht man hier vergebens. Für uns kein Problem, Küche war schnell aufgebaut und eine Zeit lang blieb das Bier auch flüssig.

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Immer wieder schöner trockener Schneefall, dafür auch heute wieder keine Nordlichter zu sehen.

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Nach dem üblichen Frühstück brachen wir relativ früh auf. Die bereits sehr lange Tageslänge kam uns sehr entgegen, hier spürt man wirklich jeden Tag das mehr an Licht um diese Jahreszeit.

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Wiederholt beglückten uns feinste Winterstraßen, die Strecke rauf Richtung nördlichstem Zipferl Europas. omm

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Auch hier im wirklich sehr dünn besiedelten Noden findest man ausreichend Tankstellen, wenn uach Großteils nur Automaten mit nahem Geschäft. Ohne Krdaitkarte geht hier in Skandinavien kaum noch was.

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So sauber und vor allem völlig salzfrei war Niva schon lange nicht üiiii

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Sehr gut arbeitende extrem weiche Lammellenreifen fühlen sich hier richtig wohl. Als Dank hatten wir beide am Ende der Tour kaum Verschleisspuren an den Reifen, sogar die Ziehstoppel der Lauffläche gingen erst bei der trockenen Heimfahrt weg.

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Vor lauter Fotostopps kamen wir langsamer vorbei, doch die Landschaft war einfach bewegend.

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Weit mussten wir fahren, hier wurde es endlich wirklich gefühlt richtig Winter, bei Tagsüber unter 10 Grad und leichtem Wind. omm .v.

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Die trockene Polarluft bringt traumhafte Fernsicht und wunderbare Lichtspiele mit der tiefen Sonne.

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Mit jedem Kilometer nördlicher wurden die Eindrücke kitschiger, überwältigende Eindrücke. .v.

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Nach traumhaften Kilometern einem nordgerichteten Fjord entlang dann die "böse" Überraschung. Wir hatten das Kollonekjöring knapp verpasst...

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... 15 Minuten zu lange Fotopause gemacht, doch im Nach hinein war es eine glückliche Fügung!

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Wir nützen die Wartezeit zum Aufräumen vom Auto und Geniesen der tollen Landschaft samt Abendsonne.

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Ein alter Mann kam per Auto zu mir, mit riesigem Objektiv auf seiner Kamera am Schoß, er ist auf Vogeljagd. Es gibt hier viele Seeadler die er liebend gerne ablichtet. In diesem kleinen rotem Haus wurde er einst geboren und ist hier auch aufgewachsen. Inzwischen wohnt er wenige Kilometer weiter in einem modernen und etwas größerem Haus.

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Ich konnte nur aus der Entfernung einen Adler erwischen, der dann schnur stracks zu einem kleinen Fischerboot flog.

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Hier sieht man den Wind bei der Arbeit Schnee zu verfrachten.

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Zur nächsten Abfahrtszeit kam zwar auch ein Schneepflug aus dem Norden, doch zurück ging es nicht mehr. Zu große Lawinengefahr, nächste geplante Fahrt erst um 17:00 Uhr.

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Wir fuhren also zurück um den Ort unsicher zu machen und Konserven zu leeren ;-)

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Als wir wieder zum Schranken vor fuhren war die Sonne noch immer nicht gänzlich untergegangen...

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Letzte Kurve vor dem Schranken... was wird uns erwarten...

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Mehr Touristen als auf der ganzen Reise bisher! Dazwischen auch vier Heimische, mit stets bewundernswerter Gelassenheit.

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Natürlich auch die Kinder, da es noch bissl dauern wird einfach schnell noch mal die Ski dran :-)

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Spikereifen des Eisfräßers:

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Eisfräßschild:

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Eisfräßzähne:

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Auch hier wartet der Frühling an Südhängen schon in den Startlöchern, südseitig auch sogar schon Firnbildung :-0

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Einige der Wartenden werden wir wieder treffen...

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Etwas verspätet konnten wir sicher und geführt bis zum nahen Tunnel fahren. Ein irres Bauwerk, es geht in einen scheinbar normalen Tunnel, doch bald schon steigt das Gefälle auf 10%. Für drei Kilometer! Inzwischen fährt man unter dem offenen Meer. Dann kommt ein ewig langer Anstieg, ebenso steil hinauf. Ich brauchte bald den zweiten Gang, und der hatte noch gut zu tun!

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Ganz langsam aber doch wurde es dunkel, und urplötzlich setzte dichter Schneefall ein.

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Kurz danach erreichten wir Hönnigsväg, dem größten Ort auf der vorgelagerten Insel, welche eigentlich fälschlicher Weise als nördlichster Punkt Europas vermarktet wird. Würden alle Inseln zählen ginge es noch viel nördlicher!

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Ein hübsches kleines Städtchen, jedoch wie üblich in Norwegens Abends mit hochgeklappten Gehsteigen.

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Nach ausgibeigem Nachtmahl in der Tankstelle brachen wir auf, mit dem Ziel so nahe am Nordkapp wie möglich zu schlafen. Das taten wir dann direkt an diesem Schild samt Schranken.. Ab hier darf man stets nur im Konvoi das letzte Stück Stichstraße über die Hochebene zum Nordkap fahren. Die Nachtfahrt hatte heute kaum Nordlichter sehen können, es wraen auch nur zwei Fahrzeuge dabei. Da ärgerten wir uns natürlich ein wenig, waren 30 Minuten zu spät gewesen...

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Hier errichteten wir unseren Schlafplatz, so weit nördlich werden wir so schnell nicht mehr schlafen :-)

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Überraschend warm mit nur knapp unter Null, gefror heute nicht mal das Bier, der Milde so wie so nie ;-)

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Matthias versuchte sich an den schwache Nordlichtern, doch das Blinklicht am Schranken störte.

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Wir setzen ein eigenes Warnlicht und verhängten das Blitzlicht.

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Lichtemissionen des nahen Hönnigsväg.

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Leichtes Nordlicht, fesselndes Schauspiel in echt erlebt.

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Ab Mittelnorwegen sieht man kein heimisches Auto ohne fetten Zusatzscheinwerfern. Und die leuchten wirklich fett, siehe dieses Bild.

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Stillhalteprobe :-)

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Bevor wir irgendwann schlafen gingen kam ein junger Südschwede zu uns. Er war direkt und ninstop den ganzen Weg mit extra geborgten Auto gekommen um ans Nordkap zu fahren. Doch er konnte nicht bis Morgen um Elf Uhr warten, also drehte er mit langem Gesicht um und fuhr die ganzen 2500km zurück. Alle Achtung, das nenn ich motiviert!

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Als endgültig völlige Stille eingekehrt war schlüpften wir in unsere Schlafsäcke...

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... um kurz darauf von kräftigen Wind überrascht zu werden. Die Autos schwankten ordentlich und Schneegriesel prasselte auf die Scheiben. Wir schliefen trotzdem selig und lange.

Ob bzw. wie wir es zum Nordkap schaffen gibt's bald zu lesen....
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon Kauknochen » 23. März 2017, 22:49

Schönes Ding! Einfach geniale Reise und Bericht!

Danke!

Kauknochen
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon Gustl » 24. März 2017, 07:27

So ein schöner Bericht... Danke fürs Teilen! .v.
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Re: Niva Arktis Tour 2017

Beitragvon BJniva » 24. März 2017, 11:41

...großartiger Reisebericht! Herzlichen Dank dafür!
Gruß Brigitte
Niva 2121, AHK, LPG/Prins, MS-Konservierung, EZ 05/08 -Niva 2131, AHK, LPG/Zavoli, MS-Konservierung, EZ hier 04/13-PLZ 47475
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