Offroad unerwünscht

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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon easyrider110 » 3. Mai 2017, 12:14

Zumal es sich mit der Natur wie mit Wasser und Energie verhält. Du kannst sie nicht zerstören, nur verdrecken und verändern.

Pionierpflanzen haben in "zerstörter" Natur viel bessere Chancen als in den "reifen" Gebieten. So wird halt jede ökologische Nische besetzt. Da gehören auch Offroadparks und befahrene Wälder zu.

Schaut euch doch mal alte Truppenübungsplätze an, die von Panzern zerpflügt wurden. Nach 5 Jahren sind das Naturschutzgebiete mit seltenen Pflanzenarten.

Natürlich sollte man auf die Umwelt achten, kategorisch ablehnen würde ich aber nichts.
LG Ole
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Epicuro » 3. Mai 2017, 13:56

Offroad-Hofi hat geschrieben:Ich frag mich nur ob ein Erdhügel, eine 50cm Spur und vielleicht eine Rampe aus eingesammeltem Totholz wo ab uns zu mal ein Biker drüber fährt ein Problem für das Wild oder ein Hindernis für die großen Rückemaschinen sind.


Nö, so ne Rückemaschine fährt da drüber und schluß ist.
Nur wenn ein Biker da regelmäßig fährt, kommen die nächsten automatisch nach, weil alleine im Wald rumheizen ist doch langweilig. Also werden Freunde angefixt. Die finden die Strecke super und fixen ihrerseits andere Freunde an. Irgendwann ist die Strecke langweilig und die nächste wird gebaut....usw. usw.
Und nein, das war nicht nur Totholz, die haben Bretter, Balken und entsprechendes Montagematerial(Schrauben, Nägel u.Ä.) in den Wald gebracht, und das ganze dann noch an den Bäumen befestigt.
Wie gesagt, weit ab von Rad- und Wanderwegen.......

Das war jetzt mein letzter Post in diesem Thema, da es leider Leute gibt, die keinerlei Einsicht in diesem Tehma haben und man nur gegen Wände argumentiert _:: .
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Offroad-Hofi » 3. Mai 2017, 15:53

Rainer4x4 hat geschrieben:Genau so verhält es sich mit den Mountainbikern, einer mach keinen Stress, die Vielzahl ists. :wink:


... und mit den Wanderern
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Kauknochen » 3. Mai 2017, 21:10

Hab sogar schon mit dem Mountainbike am Wanderweg Waldtiere fast zu Tode erschreckt, rein durch meine Erscheinung. Meinst du die Wildschweine welche ich zu Hause, weit ab jeglicher beschilderten Wege, im Wald immer wieder treffe werden den Schock nicht mehr los? Oder die vielen Rehe, Hasen, Füchse und und und.
Kauknochen hat geschrieben:Epicuro und Rainer 4x4: passt.

Nicht all zu sehr Inhaltsreich, schon alles ausgeschöpft?



Nur zu Deiner Info: Wildtiere leben überall, für sie ist auch der Waldweg zuhause. Da wo Du die Tiere "fast zu Tode erschreckt" hast, bist Du in Ihrem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer unterwegs. Überlege mal, wie Du das findest, wenn Leute, die Dir a. physisch überlegen sind b. überraschend bei Dir IM Haus auftauchen. Am besten, wenn Deine Frau gerade den/die Lütte(n) stillen will...und nein, auch Wildtiere werden die Schocks irgendwann nicht mehr los.

Was die Argumente Gewinn usw. angeht: der Waldbesitzer hat, zumindest in Deutschland, auch eine Aufgabe (auszugsweise, den Rest kannst Du im Netz nachlesen):

Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz)
§ 1 Gesetzeszweck
Zweck dieses Gesetzes ist insbesondere,

1.
den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern,
2.
die Forstwirtschaft zu fördern und
3.
einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen.


Noch was zu den Auswirkungen von exzessiver Nutzung durch Freizeitwütige jeglicher Coleur: die erschreckten Wildtiere werden durch solche Aktivitäten in ihrem natürlichen Tagesablauf gestört, es kommt zu Schälschäden an Bäumen durch Rot-, Dam-, Reh- und Muffelwild, Wühlschäden durch Rot- und Schwarzwild in der Landwirtschaft. Dies auch durch entsprechende Aktivitäten durch jenseits der Pisten fahrenden Alpinski/Board-Sportler. Da wir alle auf eine einigermaßen intakte Natur angewiesen sind, sollten wir uns das bewußt machen, wenn wir offroad, egal ob zu Fuß, per MTB, Pferd, Ski oder mit Motorkraft unterwegs sind.

Noch ergänzend zum Thema Gewinn: hier in der Gegend gibt es kommerziell geführte Quadtouren durch den frei zugänglichen Wald, was de fakto (siehe Waldgesetzt) illegal ist. Und zwar ohne Rücksicht auf jeden anderen Waldnutzer, -Eigentümer und Bewohner. Der Fürsten Forrest https://www.furstenforest.eu/de/ liegt vor der Haustür => 15 km Anfahrt wären m.E. in Kauf zu nehmen. Da hätte der Anbieter dann halt für die Nutzung zu zahlen.

Ich habe eigentlich keine Lust, hier eine solche Diskussion zu führen, da ich dieses Forum schätze. Wenn man jemanden nicht persönlich kennt, kommt außerdem schnell etwas in den falschen Hals und dann geht es mit persönlichen Angriffen weiter, die niemandem etwas bringen. Daher habe ich Rainer und Epicuro knapp zugestimmt. Deine Ausführungen lege ich mal unter Emotion ab.
Alles weitere sollten wir am Lagerfeuer bei einem Stück Reh oder Wildschwein vom Grill diskutieren. Alkohol erst nach Abschluss der Diskussion :mrgreen:

Gruß in die Runde

Kauknochen
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Rainer4x4 » 4. Mai 2017, 16:22

Beddong hat geschrieben:
Rainer4x4 hat geschrieben:man muss nur lange genug warten und die Natur erholt sich von selbst - nach den Menschen

Na sooo falsch ist das ja nun nicht, oder?

Hast Du keine Nachkommen? .,.m.
Beddong hat geschrieben:Und was bringt mir ne Natur wenn ich sie nicht benutzen darf,

Du nutzt die Natur sehr viel mehr als Du denkst, oder atmest Du keinen Sauerstoff? _.., Das ist nur ein Beispiel o..
Gruß
Rainer

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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Beddong » 4. Mai 2017, 16:53

Rainer4x4 hat geschrieben:Hast Du keine Nachkommen?

Ich bin ein Bub, woher soll ich das wissen? Zumal Kinderlosigkeit der effektivste Umweltschutz ist ih,,

Rainer4x4 hat geschrieben:Du nutzt die Natur sehr viel mehr als Du denkst, oder atmest Du keinen Sauerstoff? Das ist nur ein Beispiel


Dann hör auf Fischstäbchen zu essen, schützt die Sauerstoff produzierende Umwelt viel mehr als jeder Schlagbaum, und wo hab ich geschrieben "zerstören"? Nutzen war das Wort meiner Wahl.

Wie Peter schon schrieb, manche wollen halt nicht über den Tellerrand schauen, aber zu Mütterchen Natur gehören wir nun mal auch dazu, und nur wenn Sie keinen Bock mehr hat, kotzt sie uns aus. Und egal ist es Ihr auch.
:wink:
Liebe Grüße
Andy
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon easyrider110 » 4. Mai 2017, 18:22

Stimmt, wenn wir nicht leben würden, würden wir auch kein Sauerstoff brauchen, der Natur würde es viel besser gehen. Wie wäre es mit einem kollektiven Selbstmord für die Natur?


dass die Pflanzen das CO2 zum Leben brauchen mal außen vor genommen
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Ole21214 » 4. Mai 2017, 18:35

easyrider110 hat geschrieben:...Wie wäre es mit einem kollektiven Selbstmord für die Natur?
...

Auch nicht gut. Dann gäbe es keine Jäger mehr, die die Waldbewohner jagen und die Population klein halten. Die würden dann die ganzen jungen Triebe im Wald wegäsen bis sich um die Wälder wieder natürliche Lebensräume gebildet haben. In unserer Industrielandschaft sind sich nämlich Förster und Jäger auch nicht grün.
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Gerry » 4. Mai 2017, 23:24

easyrider110 hat geschrieben:Zumal es sich mit der Natur wie mit Wasser und Energie verhält. Du kannst sie nicht zerstören, nur verdrecken und verändern.

Pionierpflanzen haben in "zerstörter" Natur viel bessere Chancen als in den "reifen" Gebieten. So wird halt jede ökologische Nische besetzt. Da gehören auch Offroadparks und befahrene Wälder zu.

Schaut euch doch mal alte Truppenübungsplätze an, die von Panzern zerpflügt wurden. Nach 5 Jahren sind das Naturschutzgebiete mit seltenen Pflanzenarten.

Natürlich sollte man auf die Umwelt achten, kategorisch ablehnen würde ich aber nichts.


Ja, eben!!!

sofort aufhören mit dem Blödsinn und in 5 Jahren haben wir blühende Landschaften! pl,,
Wer sich austoben will soll in den Mammutpark oder zum Wurzelsepp- .,.
Die alten Truppenübungsplätze kenne ich aus eigener Erfahrung, Münsingen, Grafenwöhr und Hohenfels habe ich selbst vor vielen Jahren mit dem Panzer (SPz Marder) umgepflügt, schaute grauselig aus....

Mensch Leute, überlegt doch mal,DIE WELT GEHÖRT UNS NICHT!

P.S.: Bin kein Grüner und habe ein Kind.
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DACIA-Duster, 4X4,
SUZUKI-Swift, 4x4 (Fraus Auto)
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Ziel erreicht: Nur noch ALLRAD-Autos im Haushalt!
Und, meine Autos haben KEINE Namen. :)
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon nivalex » 5. Mai 2017, 12:40

Manchmal frage ich mich, ob es den "Naturschützern" bewusst ist, woher unser guter Lebensstandard kommt. MIt dem schlechten Gewissen der Ausbeutung muss man dann leider leben. Sonst müsste man noch jeden Tag auf Nahrungssuche gehen, die nächste Krankheit rafft einen vielleicht dahin oder man wird vom Säbelzahntiger gefressen.
Zum Glück leben wir hier in Kulturlandschaften und ohne große natürliche Bedrohungen - das sollte man doch zu schätzen wissen. Der Schutz von Ökosystemen und deren Balance macht sicher Sinn (wehe es gibt mal keine Bienen mehr). Ich bezweifle aber, dass man durch die genannten, freiheitsbeschränkenden Aktionen wie Aussperren von Wanderern und Radfahrern aus dem Wald mehr erreicht als das eigene Gewissen rein zu halten. Der Mensch hat hier sowieso schon vom Anfang seiner Existenz an so stark eingegriffen, dass wir vielleicht von z.B. Tiefsee, Permafrost und Hochgebirge abgesehen quasi nur noch menschengemachte "Natur" haben. Aus der Verantwortung kommt man jetzt auch nicht mehr heraus. Würde man diese potenziell instabilen Umgebungen ihrer selbst überlassen, kann da die Lage auch schnell kippen (z.B. Wald nicht mehr bejagen obwohl keine Raubtiere vorhanden sind, Bäume nicht auf Schädlinge kontrollieren, ... ).

War übrigens früher mal am Rande bei den "Naturschützern" dabei...

Grüße Alex
(der sehr dafür ist, dass wir unsere Erde nicht überstrapazieren)
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Beitragvon nuse » 18. Mai 2017, 16:15

..... warum ich Niva fahre???? Die Sojus-Rakete ist z.B. die meistgeflogene orbitale Rakete der Welt ....
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon powdersnow » 18. Mai 2017, 16:39

Epicuro hat geschrieben:Das war jetzt mein letzter Post in diesem Thema, da es leider Leute gibt, die keinerlei Einsicht in diesem Tehma haben und man nur gegen Wände argumentiert _:: .

Dito.
Werde dazu hier nichts mehr schreiben, bei den "Reaktionen" ist es mir ehrlich gesagt schad um die Zeit, da bin ich dann doch lieber draußen in der Natur... um sie zu stören :roll:


Gruß Jakob
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Re: Offroad unerwünscht

Beitragvon Nochkeinenhaber » 18. Mai 2017, 19:42

Verbote, Verbote, Aussperrung, Reglementierung, Regelung, Totschlagsargumente, Ideologie, Enteignung

Das sind so die ersten Begriffe die mir beim Thema Umweltschutz mittlerweile einfallen - achja Romantisierung darf nicht fehlen.

Ich will da mal mit einem Beispiel aufwarten.

In den 80ern bin ich mit den Kumpels mit den Mopeds an die Baggerseen gefahren - Schlafsack und Bier als einzige Ausstattung.
Lagerfeuer gemacht und einfach Spaß gehabt. Das einzige was damals gelegentlich vorgekommen ist gelegentlich mal ein Besuch vom Jäger/Förster der einen ermahnt hat doch bitte das Feuer nicht zu groß werden zu lassen, weil der Wald trocken ist. An ein Verbot, Verscheuchen oder sonstwas ist kein Mensch gekommen - auch nicht die Besitzer der Baggerseen.

Heute kann man an exakt diesen See nicht mal mehr mit einem Lada hinkommen, alles verbaut, versperrt, überwacht, geschützt usw. Das gleiche Verhalten würde heute vermutlich einen Hagel von Anzeigen bringen. Und wenn gar nix mehr geht, zaubert irgendein Naturschützer irgendein dubioses Insekt aus dem Ärmel und sperrt quasi die Menschen aus. Das hat über weite Strecken schon den Flair eines Zoos, nur daß wir mittlerweile hinter den Gittern sitzen und die Natur betrachten dürfen.

Auch in diesem Faden werden gleich ziemliche Maximalpositionen bezogen - Wir sind auch Bestandteil der Natur, das ist kein überirdisches, höheres Wesen sondern schlicht Teil von uns oder wir von ihr.

Nebenbei bemerkt - ich besitze selbst 2,5ha Wälder, Wiesen und Felder - die Wälder werden bewirtschaft, der Rest nicht - und ganz ehrlich, wenn da Leute ihren Spaß haben wollen, dann stört es mich NICHT. Ich kann mich gut daran erinnern, als ich selbst mal ein Jugendlicher war. Ich will keineswegs abstreiten, daß auch hier übertrieben wird, aber muss man dann gleich wieder ein Gesetz, Verbot, Bannstrahl aussprechen?!?

Aus einem höchst wohlfeilen Gedanken wie dem Naturschutz ist eine reine Gängelung / Verhinderung geworden. Ein wenig mehr Augenmaß und vor allem NÜCHTERNE Betrachtung brächte allen Vorteile - so wird polarisiert was das Zeug hält und Gräber ausgehoben über die man einfach keine Hand mehr reichen kann.

Vollkommen über das Ziel hinaus geschossen.

Der Fehler liegt doch in Rumänien, Bulgarien und überall sonst in dem Umstand begraben, daß man den Einheimischen "nichts gönnt" und zwar im Sinne von bezahlten Übernachtungen, Restaurantbesuchen und sonstigen Gelegenheiten, daß die dortigen damit Geld verdienen können. Selbst eine Spende die man dem dortigen Pfaffen in die Hand drückt, würde schon viel Akzeptanz fördern. Auch hier gilt Augenmaß verloren und Unmut erzeugt. Verbote kommen ( bzw. werden durchgesetzt ) wenn man nichts "gibt" sondern nur "nimmt".

nebenbei bemerkt wird dieser ominöse Umwelt-, Tier-, Passanten-, Krötenschutz auch dem Niva das Licht ausblasen - auch das gehört zur großen Rubrik der Unverhältnismäßigkeit durch vermeintliche moralische Überlegenheit.

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Beitragvon thomas75 » 19. Mai 2017, 07:47

Nochkeinenhaber, da muss ich dir in vielem Recht geben. Ich bin auch Waldbauer, habe sogar noch mehr Ha wie du :). Wir sind früher auch in Wald und haben da Party gemacht und gesoffen und dann wurde getestet ob man mit dem Mofa im vollen Kopf noch fahren kann. Es hat niemand interessiert, der Jäger kam vorbei wegen dem Feuerschein, man kannte sich, er trank paar Flaschen mit und ging wieder zur Jagd.
Aber wir haben damals nicht beschädigt, das Brennholz wurde gesammelt oder von zuhause mit gebracht.
Heute ist das leider nicht mehr so, im Ort haben wir einen alten Steinbruch wo auch schon immer wilde Partys waren, früher war da alles sauber, es wurde am Tag danach aufgeräumt, heute würde man im Müll ersaufen wenn die Gemeinde Arbeiter nicht aufräumen würden. Genau so mit dem Offroad fahren, das wurde früher auch gemacht, da fuhr die Dorfjugend mit der Prima 5 im Wald rum, ich hatte damals eine 50 er Enduro und war der King. Heute fahren bei uns teilweise Gruppen von 20-30 Vollcrossern durch den Wald und jagen das Wild bewusst vor sich her, bis die Rehe umfallen vor Erschöpfung, die Fahrer organisieren sich im Internet haben ihre Maschinen im Sprinter Bus und treffen sich dann auf Autobahn Parkplätzen von da aus gehts dann los.
Dann braucht sich heute keiner mehr wundern, das ich als Jäger und Waldbesitzer einen dicken Hals auf ALLE die Offroad fahren habe, es sind immer wieder die extremen die aber dafür sorgen das man alle über einen Kam schert.
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Re:

Beitragvon Offroad-Hofi » 19. Mai 2017, 08:11

thomas75 hat geschrieben:Dann braucht sich heute keiner mehr wundern, das ich als Jäger und Waldbesitzer einen dicken Hals auf ALLE die Offroad fahren habe, es sind immer wieder die extremen die aber dafür sorgen das man alle über einen Kam schert.


... und genau diese Extremen die dazu führen, dass alle über einen Kamm geschoren werden interessieren irgendwelche Verbote einen feuchten Kehricht und sie werden auch weiterhin wilde Sau spielen wenn sie mal erwischt wurden.
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