Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Dachzelte, Wohnanhänger, Anhänger und sonstigen Camping bedarf

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Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Querulant » 15. Januar 2018, 11:05

Hallo,

ich habe mir einen Anhänger (0,75t ungebremst) gekauft üiiii soweit so gut und noch nichts besonders, er wird wahrscheinlich nie große Strecken fahren (mal zum Baumarkt ca. 10 km, mal zum städtischen Entsorger ca. 10 km). Ich denke mal mit Leergewicht brauche ich auf nichts besonders zu achten, was ich aber fragen möchte wenn ich das Ding beladen habe (hier in Nordhessen geht es für mich nur rauf und runter). Sollte ich den "Gelände- Schneckengang" einlegen wenn es etwas mehr Gewicht ist? Also ich will keine Streckenrekorde brechen und da ich morgens mit kalten Motor eh schon als Verkehrsbremse angesehen werde (O-Ton A-Kollegin, ich dürft euch die Bedeutung des "A" selber aussuchen) würde mich das auf den Strecken nicht sonderlich stören.

Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen erklären .,.

Wenn ich schonmal dabei bin, wäre etwas OT aber ich trau mich mal.
Ich muss vorweg sagen, ich fahre kein Gelände (mal einen Feldweg) und werde es auch wohl eher seltener tun, aber wann genau setzt man das Ausgleichsgetriebe ein? Also in welches Situation greife ich den Hebel an zu dem ein Bekannter nur sagte "lass die Finger davon, brauchste eh nicht" ... leider hat er mir nicht gesagt in welchen Situationen ich ihn brauchen könnte.

PS: ich war mir nicht sicher ob das Thema hier oder in Getriebe oder in Smaltalk gehört, bitte um Nachsicht sollte es falsch sein
Grüße aus Nordhessen
Uwe
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon christian@lada-ig.de » 15. Januar 2018, 11:21

Unter 1,5to Anhängelast brauchst Du die Untersetzung im Flachland nicht.
Bei so einem kleinen Anhänger ist die Untersetzung auch im Hügelland nicht nötig.
Im Anhängerbetrieb nutze ich den 5ten nicht.

Zu Deiner anderen Frag: Die Sperre brauchst Du (wenn überhaupt....) bei Deinem Nutzungsprofil nur auf geschlossenen Schneedecken, wenn es dort etwas schneller gehen muß :twisted: . Also wahrscheinlich auch nie :wink:
Gruß
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Querulant » 15. Januar 2018, 11:26

Danke ... vielen Dank für die (und auch noch so schnelle) Antwort.

Naja ich dachte halt (meine Mutter pflegt zu sagen wenn ich sage ich dachte halt "Junge überlass das denken den Pferden, die haben einen größeren Kopf) weil wenn ich aus meiner Scheune rausfahre und direkt um die Kurve biege kommt eine 13% Steigung für (jetzt glaube ich mal lieber) ca. 2km. Ich tue mich da morgens ohne Anhänger und kaltem Motor schon etwas schwerer
Grüße aus Nordhessen
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon DE2131 » 15. Januar 2018, 12:43

....da dann einfach den kleinen Gang lassen, so dass er es ohne Drehzahlorgie schafft.....
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Querulant » 15. Januar 2018, 13:36

super ... vielen Dank
Grüße aus Nordhessen
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon ebelchen68 » 15. Januar 2018, 18:39

Hallo,
ich lass im Winter meist für drei Minuten das Auto laufen...VTG auf "Neutral"...und zweitem Gang...dann ist es geschmeidig....und dann gehts los..."als Bremse" ö.,

Warmlaufen lassen empfehl ich Dir wenn danach die besagte "Steigung" kommt...egal ob mit oder ohne Hänger (Winter)...und auch sonst nicht gleich mit hoher Drehzalhl fahren

Sperre mach ich im Winter oft....fahre dann aber max 80 km/h...und weiss dass es GUT GEHT ...kannauch anhalten und Schlepphilfe sein ohne Grossartig zu "Schalten"... pl,, da fährst einfach los und siehts dann das Auto gleichmässig im Rückspiegel ih,, ...Vorraussetzung sind aber die richtigen Reifen .,.

Liebe Grüße Everhard
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Defence » 15. Januar 2018, 19:30

ebelchen68 hat geschrieben:Hallo,
ich lass im Winter meist für drei Minuten das Auto laufen...VTG auf "Neutral"...und zweitem Gang...dann ist es geschmeidig....und dann gehts los..."als Bremse" ö.,



Genau das würde ich nie tun !!!
Warum ? Weil du dann die Eingangswelle vom VTG ohne Schmierung laufen lässt >>> würde ich nie machen, es seit du magst dein Kurzes VTG nicht mehr lange fahren. pl,,
Erst denken, dann schalten .,,.

Gruß Alex
Das kannste schon so machen, aber dann ist es halt kacke.
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Kauknochen » 15. Januar 2018, 19:32

Denk dran: wenn die Sperre drin ist, hat Dein ABS nur eingeschränkte Funktion...

Eigentlich sagt man ja, nach dem Starten losfahren wäre das Beste für Motor und Umwelt; in Deinem Fall mit 13% out of the door würde ich dem Motor auch ein paar Umdrehungen zum Warmwerden geben. Kaltstart morded jedes Mal ohnehin Material; wenn da noch 13% drauf kommen - - - Standheizung wär das Beste für den Motor.

Anbei was Fachliches: https://www.energie-lexikon.info/kaltstart.html

Gruß

Kauknochen
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon ebelchen68 » 15. Januar 2018, 20:57

Danke Alex uuuu

@ Kaukmochen:

ABS ???? pl,, ich habe "Bremsen" !!!!..da biden sich "Keile" im Schotter be richtigen "Neigungen über 70" prozent Beispielsweise....auf nassem Schotter, Schnee ..rettend aber wenn der "Abflug" kommt...ungeplanter pl,, Freiflug ins Tal weil die Elektrik eben keine Augen hat....lach....fahre ich dann doch lieber "da" im 1. Gang mit Untersetung und Sperre (revidieren evtl .,. ) langsam runter o--. uuuu

ABS auf Strasse ist GUT !!!!....sagen sie _::

Gruß Eberhard
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon powdersnow » 16. Januar 2018, 09:16

ebelchen68 hat geschrieben:...ich lass im Winter meist für drei Minuten das Auto laufen...VTG auf "Neutral"...

So hat Matthias letztes Jahr in nur vier Wochen sein neues VTG zerstört, jeden Tag paar Minuten genügten :|


Gruß Jakob
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon csc » 16. Januar 2018, 13:25

Ungebremst darf der Niva nur 400 Kg ziehen. Wenn du das Leergewicht des Anhängers abziehst darfst du dann doch nur noch ein paar Kästen Bier laden, das merkst du als Anhängelast kaum.
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Kauknochen » 16. Januar 2018, 19:47

Moin Eberhard,

ging für mich um ABS im Straßenbetrieb bei höheren Geschwindigkeiten, da der Threaderöffner einen ABS-4x4 sein eigen nennt. Da bleibt es beim Gesagten bezüglich der eingeschränkten Funktion von ABS mit gesperrtem Mitteldiff und den entsprechenden Risiken.

Klar hilft der Bremskeil bei blockiertem Rad, aber dafür ist das Fahrzeug nicht mehr lenkbar https://www.kfztech.de/kfztechnik/fahrw ... en/abs.htm .
Da können wir lange drüber philosophieren. Hauptsache ist doch, ohne Eigen- und Fremdschaden die Bergabfahrt hinzubekommen. Und man kann ja im Bedarsfall Offroad( :mrgreen:) die Sicherung für das ABS ziehen (nicht, das sich noch jemand einen Schalter unter das Amaturenbrett baut k.. )... während bei schneller Fahrt ein Ausweichmanöver mit ABS meistens besser funktioniert als ohne (Fahrer mit entsprechendem Können mal ausgenommen).


Gruß in den Süden

Kauknochen
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Lazybees » 17. Januar 2018, 07:18

Moin,

die max. zulässigen 400 kg merkt man beim Niva nicht.
Wenn es nicht gerade so ein Klaufix mit Mini-Rädern und kurzer Deichsel ist, dann fahr mit dem Ding einfach etwas vorrausschauender als üblich.
Die unteren Gänge dreht man vielleicht 100 bis 200 U/min höher. Aber bei 400 kg am Haken.... das fällt nicht weiter auf.

Diese kleinen Klaufix mit Mini-Rädern und kurzer Deichsel haben so ihre Eigenarten. Nicht sichtbar im Rückspiegel. Blödes Fahrverhalten.
Ich hatte so ein Dingens genau zwei Mal am Haken: Das erste und das letzte Mal.

noch etwas zum Herunterschalten bei Bergfahrt:
Ein gern gemachter Fehler ist es, wenn man bei Steigungen herunter schaltet und dann die vorherige Geschwindigkeit zu halten versucht.
Ich schalte an Steigungen herunter, um den Antrieb (Motor, Kühlung) nicht zu überlasten. D.h. im kleineren Gang geht es mit moderaten Drehzahlen ohne Vollgas gemütlich gen Gipfel.
Es wäre nicht das erste Mal, wenn weiter oben ein Wagen, der mich vorher überholt hat, mit qualmenden Kühler am Wegesrand steht.
Stichwort: Silvretta-Pass anno 1994
Bergab geht es in genau dem Gang, den man bergauf auch nehmen würde. Die dann gut wirkende Motorbremse entlastet die normale Bremsanlage vortrefflich.

viele Grüße
Otto
Zuletzt geändert von Lazybees am 17. Januar 2018, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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7,1 bis 45 Liter auf 100 km - je nach Spaßfaktor :mrgreen:

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es folgten Kadett B Automatic, FIAT 132, BMW 02, Golf I Diesel, Golf II Diesel, Golf II Diesel, Polo Steilheck Formel E, Golf III Variant 1,4 60 PS, Kangoo D65, Golf III Variant 1,8 75 PS, Lodgy 1,6 85 PS
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Re: Anhänger fahren ... aber wie richtig?

Beitragvon Nochkeinenhaber » 17. Januar 2018, 16:13

als alter Hängertreiber muss ich da auch mal meinen Senft dazu geben.

Ob Niva oder anderes Auto - Hänger ist reine Übungssache.

Da Dein Hängerlein ungebremst ist, musst Du in erster Linie immer im Hinterkopf behalten, daß da noch etwas zusätzlich schiebt. Im Zweifel (Glätte!) lass das Ding lieber stehen. Dein Bremsweg verändert sich ( je nach Auslastung ) ganz erheblich. Gerade bei Glätte/Nässe usw. kann sich der allerhöchst besch.... Effekt einstellen, daß Du Deinen Hänger neben Dir siehst. Selbst wenn Du vorne perfekt bremsen kannst, interessiert das den Hänger erst mal herzlich wenig - speziell in Kurven usw. ist das echt nicht ohne.

An der Steigung schalte ich frühzeitig zurück und bleibe im optimalen Drehzahlbereich - lieber etwas langsamer, aber dafür mit durchgehendem "Druck". Wenn Du während des Anstieges schalten musst weil nix mehr geht, dann ist es meist schon der Beginn einer elenden Quälerei. Spannend wird es eigentlich erst abwärts - fahre mit dem gleich Gang runter wie Du hoch gefahren bist. So lange irgend möglich nutze die Motorbremse - wenn Du anfängst mit der Bremse zu bremsen UND dabei noch zusätlich den Hänger dran hast, dann ist das Materialmordend ohne Ende; und keineswegs ungefährlich.

Wenn Dein Hänger ein ungewolltes Eigenleben entwickelt ist i.d.R. Gas geben das Mittel der Wahl - immer wenn Du ziehst richtet sich der Anhänger aus, wenn Du bremst ist das in der Regel ein Verstärker für das Eigenleben. Das kann man aber nicht generell sagen!! Auch hier gilt - Übung.

Sperre - nutze ich sehr, sehr selten. Der 4WD vom Lada ist wirklich so gut, daß man nur in schwerem Gelände die Sperre nutzen muss. Allerdings solltest Du gelegentlich mal damit "spielen" - nur auf losem Untergrund! Mit Sperre niemals enge Kurvenradien oder ähnliches fahren. Die Sperre ist etwas tricky zum einlegen und rausnehmen.
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