27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

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Moderator: gcniva

27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon 1830 » 26. Oktober 2018, 18:49

Liebe Mitforisten,

nachdem ich euch vor rund zwei Jahren mit vielen Zweifeln und auch verlorenen Szenen über eine neue Raumfähre aus Raumschiff Enterprise genervt habe, wollte ich jetzt doch mal eine kleine Zusammenfassung schreiben davon, was ich vom 2131 denke. Das Auto habe ich als Neuwagen Ende '16 bei AET gekauft, mit Gasanlage ausgestattet und seitdem (ganz exakt!) 27.000 km gefahren.

Allgemein: Ich finde, das Auto ist echt unter aller Sau verarbeitet, aber ich mag es trotzdem. Würde ich es nochmal kaufen? Njaaa, wahrscheinlich schon. :)

Im Detail:
- Es ist auffällig laut. Das Getriebe meines Autos kreischt schriller/lauter als das von Forist nivalex (wir haben es ausprobiert)
- Es gibt viele kleine Bauteile, die nicht richtig festgeklebt wurden oder nicht von alleine halten, vor allem Blenden an den Öffnungshebeln der Türen hinten und Gummierungen.
- Der Lack ist dünn, auf der Oberseite des Schwellers am Einstieg auf der Fahrerseite, wo ich die Straßenschuhe gegen Waldstiefel eintausche, habe ich richtige Abnutzungsspuren. Also kein Dreck, der aufliegt, sondern Abrieb am Lack. War bei meinen anderen Autos nie der Fall? Na gut, was soll's.
- Stoff am Fahrersitz franst aus und zeigt deutliche Abnutzungsspuren.
- Die Stoßstangen haben mir schon ein oder zwei heftigere Lackschäden erspart.
- Der Wendekreis ist übel. Viel zu groß. Einfach wenden auf dem Waldweg geht nur mit zehn mal rücksetzen. Auch nicht wild.
- Schäden und Defekte in chronologischer Abfolge: Beleuchtung Armatur. Beleuchtung Kippschalter. Scheibenwischermotor. Nockenwellensensor. Tageslichtleuchte durchgebrannt. 12V-Buchse vorne (obwohl IMMER mit extrem viel Feingefühl behandelt). Sicherung durchgebrannt. 12V-Buchse Wackelkontakt. Neuerdings Ölaustritt am Hinterrad (Simmerring?). Außerdem selbstverschuldet: Auspuffaufhängung abgerissen (Gasversion -- Schalldämpfer hängt viel zu tief). Unterbodenschutz beschädigt, Auspuffaufhängung nochmal abgerissen. Unterbodenschutz beschädigt (beim Rücksetzen in nicht sichtbaren Graben gefahren). Innenkotflügel gebrochen (vermutlich Steinschlag).
- Typisch für neue Offroad-Fahrer(?): Ich habe die Leistungsfähigkeit des Autos überschätzt. Musste bisher zwei mal herausgezogen werden. Einmal in echte Gefahr für Leib und Leben geraten, weil das Auto auf einer nassen und leicht abschüssigen Wiese seitlich weg- und beständig auf einen Steilhang zurutschte.
- Echt scheiße gelöst (und sicher nicht 2131-speziefisch, sondern Niva-speziefisch): Heckklappe taugt nicht als Dach bei Regen, weil der Regen von der Klappe direkt in den Kofferraum läuft.
- Gasanlage: Wartung kostet ein Schweinegeld in meiner Region. Offizieller Prins-Vertreter in Südbaden (ansässig am Kaiserstuhl) will 300 EUR für eine Inspektion. Freier Gasanlagenspezialist in Freiburg will 150. Derzeit ein Angebot auf dem Tisch für rund 70 Euro beim Lada-Händler, der seit rund einem Jahr Ladas offiziell verkauft. Na mal sehen...
- Tolle Sache: Leiter an Heckklappe und Dachgepäckträger nachgekauft, hat mir die Arbeit sehr erleichtert und wäre bei anderen Herstellern vermutlich die Kosten nicht wert gewesen.
- Tolle Sache (II): Ruhiges Fahrverhalten auf der Autobahn. Kein Aufschaukeln. Anhängerbetrieb kein Problem.

Also zusammengefasst: Alles okay, außer wenn nicht.
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon marc-2104 » 26. Oktober 2018, 19:41

Moin 1830,

also zusammengefasst (Lada Brille auf): läuft wie ein Uhrwerk..... .,. .,. .,. .... son Kleinkram haben andere (Premium Hersteller) auch.........

Ohne rosarote Lada Brille: Kleinkram kann einem auch den Tag versauen....kostet Zeit, Nerven und im Zweifel auch Geld...wobei ich die Zeit als am schwerwiegendsten ansehe. Das Argument haben andere Hersteller auch, nützt nix wenn die Kiste steht.

Ein guter Kumpel fährt nen Defender: Saugeile Karre, null Platz, Verarbeitung Katastrophe, Zuverlässigkeit nicht vorhanden, aber: mit dem Ding gehört man ja zu den Coolen im Lande....Image ist alles. :roll: :roll: :roll:
Kein Lada ist auch keine Lösung.....kommt Zeit, kommt Lada .,.

Fiat Tipo Lounge (2017) - die Familienlimo....
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon Troll » 26. Oktober 2018, 20:58

marc-2104 hat geschrieben: nen Defender

Wenn man Hinterfragt ist es meistens mangelhafte Wartung. Meinen 110er zB habe ich nach 13J. (wg Steuer) mit 137TKm verkauft, trotz Geländespass und Arbeitsauto mit teilw. >2to am Haken brauchte ich 1X Wasserpumpe, 1X Kupplung 1x Lenkstockhebel. Frau und Kinder weinen heute noch.

Aber zurück zum wichtigen, den Langen
Die Qualität ergibt sich zwangsweise aus dem Neupreis, haben wir erwartet und wurde auch so ...geliefert.
Defekte in chronologischer Abfolge..

Zum Glück alles nicht dramatisch, halt nervig aber nichts was einem die Haushaltskasse sprengt.
Wobei mich der Wischermotor überrascht, ich glaub wohl das war ein Ausreißer?

Der Rest ist Leben, also das was das "4x4-Leben" doch erst ausmacht ;)
Die nasse Wiese, tja vom Möchtegern belächelt aber der alte Fuchs lächelt still in sich hinein. ih,,
Da sind schon ganz andere dran gescheitert. Erstaunlich gut funktionieren Winterreifen, wem das Grün egal ist kann mit (neuen) MT´s alles Umpflügen.
Ist; Urban €6 von der Stange + Lampen-/Bügel
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon michaniva » 27. Oktober 2018, 20:19

Troll hat geschrieben:Wobei mich der Wischermotor überrascht, ich glaub wohl das war ein Ausreißer?


Den "Ausreißer" hatte ich im Frühjahr auch, ist eigentlich nur blöd wenn es gerade regnet.
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Grüße Micha
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AKRA Kyffhäuserhütte Artern Bj.1939
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon 1830 » 27. Oktober 2018, 23:50

Um auf meinen ursprünglichen Vergleich der infrage kommenden Fahrzeuge zurückzukommen: Ich glaube, unter rein rationalen Gesichtspunkten bzw. den Prämissen 1.) Alltagsauto 2.) für den Wald 3.) für längere Fahrten 4.) Hängerbetrieb 5.) günstig 6.) Kofferraumvolumen und letztlich auch 7.) in puncto CO2-Bilanz wäre letztlich der Dacia Duster die bessere Alternative für mich gewesen -- bloß geschmacklich halt nicht. :)

Allgemein würde ich auch sagen, dass der 2131 für den Wald einfach zu lang ist. Der Rampenwinkel ist viel schlechter als beim 2121, insbesondere mit LPG und dem darum tieferhängenden Schalldämpfer. Wäre nicht die Sache mit Anhänger, Autobahn und Platzbedarf, so würde ich eindeutig den kleinen Niva für den Wald vorziehen. Der ist das bessere Auto für den Wald.

Persönliche Note: Ich fürchte, dass ich mit dieser Haltung in diesem Forum tendenziell eher auf der Seite der herzlosen Utilitaristen stehe, aber obwohl ich das Auto wirklich mag (echt!), so kann ich leider nicht behaupten, mich im Laufe der vergangenen zwei Jahre seit dem Kauf zum Niva-Enthusiasten weiterentwickelt zu haben. Im Endeffekt hat man mit einem Alltagsauto dann doch eben in erster Linie einen Gebrauchsgegenstand erworben -- also ein Auto, das einfach nur brav funktionieren und die Aufgaben erfüllen soll, für die man es angeschafft hat. Ich bin bisher um jede Stunde froh, in der ich mich mit diesem Auto NICHT beschäftigen musste.
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon General » 28. Oktober 2018, 14:25

1830 hat geschrieben:Ich fürchte, dass ich mit dieser Haltung in diesem Forum tendenziell eher auf der Seite der herzlosen Utilitaristen stehe, aber obwohl ich das Auto wirklich mag (echt!), so kann ich leider nicht behaupten, mich im Laufe der vergangenen zwei Jahre seit dem Kauf zum Niva-Enthusiasten weiterentwickelt zu haben.


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Ich hätte gerne noch einen zweiten.
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Re: 27.000 km mit dem 2131 -- kurzes Fazit nach zwei Jahren

Beitragvon longboard » 2. November 2018, 20:30

Moin,
also die Sache mit der Lpg Inspektion kannst du dir eigentlich sparen. Das ist echt Abzocke. Hab meinen letzten Lpg-ler 80000 km ohne gefahren, null Probleme. Bei der Wartung werden nur die kleinen Filter erneuert die hier dank recht sauberem Autogas eh nicht schmutzig werden.
Gute Zündkerzen und normaler Service, das reicht völlig.
Ich bin mit meinem übrigens auch fast zufrieden. Mich stören eigentlich nur die unbequemen Sitze, die fehlende Klima(hab ich unterschätzt) und die Lautstärke im Innenraum. Das Auto ist halt billig und die Ersatzteile sind es auch, daher alles ok.
Nur nochmal bekomme ich keinen, lieber wieder nen Ami, sorry.

Gruß Markus
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