Neuer Niva = schlechter Niva

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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon lonche0 » 10. Februar 2019, 05:27

damit dürften jetzt alle zufrieden sein :D

Ob jetzt Geländewagen oder Schlechtwege Fahrzeug ist glaube ich auch eine Glaubensfrage, die sich spätestens beim überqueren der östlichen Grenzen
durchaus verschieben kann. Unsere Russen würden sich in den Offroadparks recht heimisch fühlen. Mir ist jedenfalls klar das die Reparatur Fähigkeit
ein überaus wichtiger Punkt im Gelände ist und das die "neuen" Nivas ( insbesonderst die Langen ) hier verschiedene Defizite haben. Da ich aber aller Wahrscheinlichkeit nach
nicht in der Taiga, 200km entfernt von der nächsten Werkstatt stehen bleibe, sehe ich das etwas gelassener. Falls ich doch mal auf die Idee kommen sollte, weiß ich zumindest an wen ich
mich VOR einem solchen Vorhaben im Forum wenden sollte.
Auf jedenfall Vielen Dank für die Infos, die man NUR hier im Forum bekommt.

Grüße
Detlef
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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon Kauknochen » 10. Februar 2019, 15:31

Da: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzgelenk#Kardanfehler

In grauer Vorzeit habe ich in einem großen Konzern Prototypen-Kardanwellen für LKW-Lenksysteme und PKWs gebaut und später dann auf Prüfständen kontrolliert und überwacht geprüft bzw. zerstört, sowohl im Lebensdauer- als auch im Gewalttest.
Je nach Beugewinkel entstehen bei Kardanwellen hohe Drehmomentspitzen, die nachgelagertes Material zerstören können. Da liegt der prinzipielle Vorteil der Gleichlaufwelle: das Moment bleibt konstant. Das Geeiere der Kardanwellen bezüglich des Drehmoments im gebeugten Zustand war schon interessant...aber die Dinger sind robust.
Solange sie halten, ist alles gut, danach einfach Arbeit. Die Montierbarkeit einer solchen Welle häng vom Verschiebeweg ab, den der Konstrukteur aufgrund der technischen Erfodernisse vorgibt (es sei denn, der Betriebswirt gibt die Kosten vor :mrgreen: )

Ob der M schlechter ist als die "Alten"? Mein Alter damals war ständig fahruntüchtig; der M läuft einfach nur, ab und an ein bisschen Steicheleinheiten und Pflege; das isses auf deutschen Straßen. Und wenn jemanden die Elektronik in der Niva stört: bitte sofort Rechner aus, Smartphone ins Klo und Freitags die Lohntüte beim Chef abholen k..

Es gibt im Umkehrschluss ja ein paar schöne alte Nivas, wo alles mechanisch bzw. elektrisch ist. Nur da würde ich mich noch mehr grämen, ab und an im Salz durch den Winter zu gondeln, als ich es jetzt schon tue.

Gruß

Kauknochen
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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon Epicuro » 10. Februar 2019, 15:49

https://www.youtube.com/watch?v=gmV4qwLfOMY
Ein kleiner Lehrfilm zum Thema Kardanwellen, leider auf Englisch.
Peter
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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon Kauknochen » 10. Februar 2019, 16:02

Epicuro hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=gmV4qwLfOMY
Ein kleiner Lehrfilm zum Thema Kardanwellen, leider auf Englisch.
Peter


Thx omm ! Hatte ich auch mal in einem anderen Forum gepostet. Das ist echt gut gemacht...

Gruß

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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon fiorino » 10. Februar 2019, 17:44

Netter Film... eine ähnlichen Aufbau hatten wir in der Ausbildung. Das genialste ist die Gabeln im ungleichförmig laufenden Mittelteil um 90° versetzt zu montieren pl,, die ungleichen Abtriebswinkel sind ja schon hart aber dann geht so richtig die Lutzi ab o--.

Ach ja Kardanwellen :roll: ... können geniale Schwingungen verursachen dafür aber hohe Kräfte übertragen üiiii (ich möcht sie nicht im Auto haben)
LG
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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon Timmi » 11. Februar 2019, 09:28

Und noch etwas sollte man nicht vergessen: Egal mit welchen Fahrzeug ich in "echtes" Gelände gehe, Gelände geht immer auf's Material ist vom Verschleiß her für alle Fahrwerkskomponenten extrem belastend. Einer unserer Kunden fährt für seine beruflichen "Alltagseinsätze" im Moor einen Defender. Wir unterhielten uns darüber, und er war mit dem Auto total unzufrieden, weil am Fahrwerk, der Lenkung und dem Antriebsstrang jedes Jahr geschraubt werden musste.
Nun ist der Landy ja eigentlich der Klassiker für schwere Einsatzbedingungen, aber die tiefen Schlammpfützen bei Nässe, der feine Torfstaub bei Trockenheit und der Säuregehalt des Moors sind im Alltag einfach härter als die einmalige Hordcore Offroad Tour in der Freizeit. Zumal noch eines dazu kommt, je souveräner ein Fahrzeug mit üblen Umständen klar kommt, desto mehr steigt die Neigung des Fahrer die nächste Grenze zu finden.

Das soll jetzt nicht gegen Niva im Gelände sprechen , sondern nur Verschleiß und Einsatz in Relation setzen. Einige berichten hier von extremen Touren, andere von extrem langer, störungsfreier Laufzeit ihres Lieblings. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass das die gleichen Personen sind. Der Holzrücke-Wagen oder Karpartenquerer wird sicher nicht auf 200 000km und mehr kommen ohne größere Reparaturen, während der Asphalt und Schotterfahrer mit gelegentlichen Ausflügen dahin wo's Spaß macht sich nicht allzu viel Gedanken darüber machen sollte, ob die Gleichlaufgelenke der Antriebswelle dieses Jahr überstehen.

Nun kann ich nach knapp 16 000 km in 7 Monaten noch nicht wirklich über die Langlebigkeit urteilen, habe aber ein sehr gutes Gefühl, auch wenn es manchmal etwas wehtut, wie mein Junior (17, begleitetes Fahren) mit Getriebe und Kupplung umgeht.
Freundliche Grüße aus dem Moor

Ralf

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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon lonche0 » 12. Februar 2019, 12:31

verlinke nur zu einem aktuellen Thread zwecks Kardanwelle :
passt auch hier rein.

viewtopic.php?f=3&t=20625
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Re: Neuer Niva = schlechter Niva

Beitragvon peregrino » 13. Februar 2019, 04:07

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