Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Fragen zum kauf eines Lada Niva´s

Moderator: gcniva

Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon Hnba4x4 » 8. Juni 2018, 19:56

Hallo Leute es ist ein fast neues kurzes 40er Jubimodell sogar fast in Wunschfarbe online welches ich gerne kaufen würde.

Das Auto hat eine RUS Zulassung und lt. Verkäufer hat der Euro6 Norm in den Russischen Papieren stehen und das Auto ist bereits in Deutschland...wenn er nur russische Papiere ohne COC oder EG Typengenehmigung/Übereinstimmungserklärung oder ähnlichem hat, wovon auszugehen ist weil das Modell wie ich hier gelesen habe ausschließlich für den Rusmarkt bestimmt war, -
Wie bekomme ich den in D Zugelassen ohne das Auto erst in Tschechien anzumelden (vorrausgesetzt ist echte Euro6 lt Papieren)??!

Was ist wenn der den Wagen vllt. noch garnicht verzollt bzw vernünftig ausgeführt hat ??
Legt man dann einfach den Kaufvertrag vor und Zahlt dann die 10% Ausfuhr an RussischenZoll bekommt dann dafür eine Unbedenklichkeitsbescheinigung geht damit zum deutschen Zoll und bezahlt die 19%Mwst auf den Kaufpreis und gut??

Muss man eine Rus Zulassung überhaupt "abmelden" oder vehält sich das wie bei polnischen die dann einfach mit dem Versicherungsschutz jährlich ablaufen??

Haben die Neuen Modelle also ab bj 17 mit dem Typenschild an der B Säule bei euch einen E1 Code oder ähnliches?? Das braucht man wohl auch in der EU damit der Typ anerkannt wird und man nicht alle Abgas und Geräusch Tests teuer machen muss....
Hoffe Ihr könnt mir helfen.... üiiii
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Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon nuse » 8. Juni 2018, 20:19

Guck dir mal die Storys vom FlexiBexi an.der beschreibt was du vor hast recht ausführlich

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Re: Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon Hnba4x4 » 8. Juni 2018, 22:01

Das hab ich schon der Niva ist aber bereits in D und hat eine Rus Zulassung und wohl auch Euro 6 damit komm ich leider nicht weiter...trotzdem Danke und ein schönes Wochenende
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Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon Hipster » 8. Juni 2018, 22:41

Hnba4x4 hat geschrieben:Das hab ich schon der Niva ist aber bereits in D und hat eine Rus Zulassung und wohl auch Euro 6 damit komm ich leider nicht weiter...trotzdem Danke und ein schönes Wochenende


Das heißt aber, dass er erstmal offiziell in D eingeführt werden muss, sonst kannst du ihn hier nicht zulassen. Wahrscheinlich ist es einfacher, der jetzige Besitzer, wenn er denn einen Wohnsitz hier hat, lässt ihn hier zu und du kaufst ihn dann,


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Re: Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon FlexiBexi » 9. Juni 2018, 12:48

Moin Hnba4x4, ich würde Dir gern helfen, da das ja so ähnlich wie meine Story ist, brauche aber noch ein paar Infos.

Was meinst Du mit russischer Zulassung? Den russischen Fahrzeugpassport oder sind dort tatsächlich schon Eintragungen drin und das Fahrzeug hat ein russisches Kennzeichen zugeteilt bekommen? Wer ist der Verkäufer? Wenn es ein waschechter Russe ist, der auch noch einen Wohnsitz in Russland hat, kann er das Fahrzeug einfach so nach Deutschland einführen. Erst nach einem Jahr muss dann auch ein ausländisches Fahrzeug in Deutschland angemeldet werden, sofern es hier seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" hat. Aber wer will das kontrollieren?

Wenn er das Auto also tatsächlich schon benutzt hat und es nun als sein eigenes verkauft, kannst Du davon ausgehen, dass es weder verzollt noch versteuert ist. Dies sind unterm Strich insgesamt 30,9 %, da zunächst auf den Zollwert die 10 % Zoll berechnet werden und auf den so gebildeten Gesamtwert kommen dann noch 19 % Einfuhrumsatzsteuer. Beides zahlst Du beim deutschen Zoll. Von diesem bekommst Du auch die Unbedenklichkeitsbescheinigung. In Russland muss das Fahrzeug allerdings zur Ausfuhr abgemeldet werden, damit es nicht mehr der Überwachung bzgl. Recyclinggebühr unterliegt.
Wenn er Händler ist, sollte er sich damit auskennen und das für Dich erledigen können.

Weiterhin wundert mich Deine Angabe bzgl. Euro 6. Ab Werk sind nach allem, was ich bisher weiß, alle Jubiläums-Niva mit Euro 5 ausgeliefert worden. Auch der Dich interessierende Niva dürfte nach der von mir zitierten russischen Typgenehmigung TC RU E-RU.MT02.00271 gebaut worden sein. Diese Angabe findest Du auf dem Typenschild in der B-Säule auf der Beifahrerseite (also nicht E-1, sondern E-RU). Diese Typgenehmigung benennt Euro 5 ganz eindeutig. Im russischen Fahrzeugpassport ist keine Emissionsklasse eingetragen - die Zulassungsstelle wird also danach fragen. Sofern Du also kein Gutachten hast, aus dem hervorgeht, dass das Fahrzeug Euro 6 hat, wirst Du dieses Gutachten beibringen müssen. Beim kurzen Niva kommt da erschwerend noch hinzu, dass es aufgrund des kurzen Radstandes kaum Prüfstände gibt, bei denen das geht.
Alle weiteren Dinge sind unproblematisch. In der Typgenehmigung sind alle relevanten Bauteile mit ihren jeweiligen ECE-Nummern aufgeführt. Ist mal irgendwofür eine E-Prüfnummer nach dem ECE-System zugeteilt worden, ist diese von allen anderen Unterzeichnerstaaten des Wiener Abkommens anzuerkennen. In einer Einzelgenehmigung nach § 21 StVZO wird man Dich da also durchwinken.

Das nutzt Dir aber nichts, wenn es Unklarheiten bzgl. des Abgasverhaltens gibt. Insofern ist die Zulassung in Deutschland also tatsächlich nicht ganz so einfach. Auch kommen mir die Aussagen Deines Verkäufers ohne weitere Nachprüfungen etwas merkwürdig vor. Ein seriöser, privater Verkäufer sollte Dir Fotos vom Typenschild zusenden können und Dir ggf. auch Einblick in die Fahrzeugdokumente vorab (z. B. als Scan) gewähren. Oder Du fährst einfach mal hin und schaust Dir ALLES in Ruhe selber an.

Ich will Dir nicht den Spaß nehmen - denn den wirst Du haben und auch ich hab ihn mir nicht nehmen lassen. Aber ich habe eben auch viel gelernt und hatte einen mir zugewandten Russen als Partner, der noch weiterhin gut mit mir bzw. meiner Frau zusammenarbeiten will. Und der meinte ja selbst schon, dass russische Autoverkäufer noch schlimmer sind als der Ruf der deutschen Gebrauchtwagenhändler. Er würde NIE bei einem Russen privat ein Auto kaufen und würde auch bei einem Händler sehr kritisch sein. Daher hatte er mir den Weg über einen offiziellen Lada-Händler in Russland geebnet. Nur bei denen gäbe es ein Qualitätsmanagement, das Sicherheit schafft.
Diese Ausführungen mögen für Dich nicht einschlägig sein, sagen aber etwas über den Kulturkreis und die Gepflogenheiten aus. Und was ich Dir damit ganz konkret sagen möchte: Rede mit dem Verkäufer - zu welcher Kooperation ist er bereit? Mauert er oder gibt er Dir alle Infos die Du brauchst und belegt diese im Zweifel auch? Fahr hin und schau Dir den Niva an! Decken sich die Erzählungen mit dem was Du siehst? Welche Dokumente gibt es? Lass Dir dort die Emissionsklasse zeigen und fotografiere Typenschilder und Dokumente lesbar ab, sofern er sie Dir nicht zuvor zuschickt.
Dann berate Dich nochmal mit mir oder hier im Forum und höre auf Deinen Bauch! :-) Mich hat die Zulassungsarie über Tschechien gute zwei Monate gekostet. Dabei waren ein paar Irrwege dabei, so dass man das sicher auch in drei Wochen schafft.

So - nun ist es wieder viel länger geworden als gedacht... :-)

Viel Erfolg und lass uns wissen, wie es weitergeht!

Beste Grüße, FlexiBexi
Lada Niva 2131, Bj. 2017, 40th-Anniversary (No. 1565/1977)
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Re: Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon Hnba4x4 » 9. Juni 2018, 20:55

FlexiBexi hat geschrieben:Moin Hnba4x4, ich würde Dir gern helfen, da das ja so ähnlich wie meine Story ist, brauche aber noch ein paar Infos.

Was meinst Du mit russischer Zulassung? Den russischen Fahrzeugpassport oder sind dort tatsächlich schon Eintragungen drin und das Fahrzeug hat ein russisches Kennzeichen zugeteilt bekommen? Wer ist der Verkäufer? Wenn es ein waschechter Russe ist, der auch noch einen Wohnsitz in Russland hat, kann er das Fahrzeug einfach so nach Deutschland einführen. Erst nach einem Jahr muss dann auch ein ausländisches Fahrzeug in Deutschland angemeldet werden, sofern es hier seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" hat. Aber wer will das kontrollieren?

Wenn er das Auto also tatsächlich schon benutzt hat und es nun als sein eigenes verkauft, kannst Du davon ausgehen, dass es weder verzollt noch versteuert ist. Dies sind unterm Strich insgesamt 30,9 %, da zunächst auf den Zollwert die 10 % Zoll berechnet werden und auf den so gebildeten Gesamtwert kommen dann noch 19 % Einfuhrumsatzsteuer. Beides zahlst Du beim deutschen Zoll. Von diesem bekommst Du auch die Unbedenklichkeitsbescheinigung. In Russland muss das Fahrzeug allerdings zur Ausfuhr abgemeldet werden, damit es nicht mehr der Überwachung bzgl. Recyclinggebühr unterliegt.
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Weiterhin wundert mich Deine Angabe bzgl. Euro 6. Ab Werk sind nach allem, was ich bisher weiß, alle Jubiläums-Niva mit Euro 5 ausgeliefert worden. Auch der Dich interessierende Niva dürfte nach der von mir zitierten russischen Typgenehmigung TC RU E-RU.MT02.00271 gebaut worden sein. Diese Angabe findest Du auf dem Typenschild in der B-Säule auf der Beifahrerseite (also nicht E-1, sondern E-RU). Diese Typgenehmigung benennt Euro 5 ganz eindeutig. Im russischen Fahrzeugpassport ist keine Emissionsklasse eingetragen - die Zulassungsstelle wird also danach fragen. Sofern Du also kein Gutachten hast, aus dem hervorgeht, dass das Fahrzeug Euro 6 hat, wirst Du dieses Gutachten beibringen müssen. Beim kurzen Niva kommt da erschwerend noch hinzu, dass es aufgrund des kurzen Radstandes kaum Prüfstände gibt, bei denen das geht.
Alle weiteren Dinge sind unproblematisch. In der Typgenehmigung sind alle relevanten Bauteile mit ihren jeweiligen ECE-Nummern aufgeführt. Ist mal irgendwofür eine E-Prüfnummer nach dem ECE-System zugeteilt worden, ist diese von allen anderen Unterzeichnerstaaten des Wiener Abkommens anzuerkennen. In einer Einzelgenehmigung nach § 21 StVZO wird man Dich da also durchwinken.

Das nutzt Dir aber nichts, wenn es Unklarheiten bzgl. des Abgasverhaltens gibt. Insofern ist die Zulassung in Deutschland also tatsächlich nicht ganz so einfach


Danke FlexiBexi für die ausführlichen Infos ich habe deine Story hier auch verfolgt und fand die echt spannend Respekt die Eier hätte ich glaube nicht gehabt das einfach mal durchzuziehen üiiii

Zu meinem Problemchen der Typ ist ein Waschechter Russe sein deutsch ist nicht das von Putin und ich spreche leider gar kein Russisch was die Auskünfte am Telefon nicht leicht machen. ... Was ich rausbekommen habe:
Das Auto hat eine gültige Russische Zulassung Anmeldung mit Kennzeichen und wurde da 2017 zugelassen und das Auto hat der Besitzer doch so einfach nach Deutschland gefahren also privater Verkäufer mit Wohnsitz in RUS. Es gibt eine Russische Zulassung Papiere die Versicherung alle Schlüssel und die Schilder zum Fahrzeug.

Gibt es in Russland wie bei und einen Fahrzeugbrief Zulassungsbescheigung Teil 2 oder nur die Zulassung zum Auto??
Er sagt es ist ein Euro 6....das mit dem Typenschild ist aufjedenfall zuprüfen weil wenn E6 dann wäre die Zulassung zumindest keine große Hürde...

Fakt ist ich müsste das Auto aus Steuerrechtlich und Versicherungstechnischen Gründen ja hier auf meinen Namen Zulassen weil einfach dauerhaft als deutscher in einem nicht unauffälligen Niva mit russischen Schildern durchs Land fahren ist denke nicht Zielführend....

Das mit der E RU Typengenehmigung wie du schilderst ist ja schonmal nicht sogut...und mit dem Baujahr kann man leider auch nicht tricksen da Euro 6 ja 2016 Pflicht war und der Bj 17 ist..
Wenn es also ein E6 wäre müsste ich doch theoretisch "nur die Zollgeschichte" durchziehen und Tüv machen dann anmelden richtig??

Da es ja ein Gebrauchtwagen vom Privatverkäufer ist zählt dann für die Einfuhr das was im Kaufvertrag steht richtig??

Hinfahren könnte ich erst nächstes Wochenende da ich selbst gerade noch im Ausland bin....

Mfg
Steffen
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Re: Kauf eines Niva E6 mit RussischerZulassung

Beitragvon FlexiBexi » 20. Juni 2018, 16:03

Und - was ist rausgekommen bzw. wie hat sich die Story weiter entwickelt?
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